Der Präfekt ahnte, daß der Knabe wohl besondere Gründe zu diesem Ersuchen habe. Allein er glaubte nicht weiter in ihn dringen zu sollen; jedenfalls beabsichtigte Percy nichts Schlimmes. Daß er aber vom vorigen Tage her noch so gelähmt sei, entging P. Middletons Auge. Percy hatte sich ja eingewöhnt, ließ sich behandeln und wollte behandelt werden wie jeder andere Zögling.

„Gut, Percy! thu’ das nur!“

„O, ich danke Ihnen sehr, Pater. Sie sind immer so gut. Darf ich Sie noch bitten, mir, wenn es Ihnen nicht zu viele Mühe macht, den nächsten Weg zu zeigen?“

„So, Du bist noch nicht da gewesen? Dann gebe ich Dir die Erlaubnis nur unter der Bedingung, daß Du mir versprichst, hin und zurück den Bahndamm entlang zu gehen. Da kannst Du Dich nicht verirren, und wenn Du Tom und Harry nicht treffen solltest, findest Du Dich auch allein wieder heim. Auf diesem Wege brauchst Du ungefähr eine Stunde.“

„Und jetzt ist es drei,“ sprach Percy und sah auf seine Uhr.

„Nein, schon fünf Minuten nach drei, Deine Uhr ist etwas zurück.“

„O weh, o weh!“ seufzte Percy leise, als er sich mit einer steifen Verbeugung entfernte.

Hastigen Schrittes eilte er der Pforte zu. Sein gefühlvolles Herz schlug heftig bei dem Gedanken, er komme vielleicht zu spät; seine Freunde könnten ja den Rückweg früher angetreten haben, als sie ursprünglich festgesetzt.

Schon hatte er das Thor erreicht, als er seinen Namen rufen hörte. Er wandte sich um und sah P. Middleton auf sich zukommen.

„Warte einen Augenblick, Percy! — Möglicherweise findest Du die beiden nicht gleich. Hier, nimm diese Pfeife mit; sie hat einen sehr hellen Ton, der weithin hörbar ist. Vielleicht ist sie Dir von Nutzen.“