„Wir wollen einmal einen Augenblick ausruhen!“ fügte er laut bei.
Sogleich zog er dann seinen Rock aus; Harry verstand ihn und folgte seinem Beispiele. So bereiteten sie für Percy auf einem grasbedeckten Plätzchen ein Lager. Tom setzte sich an dem einen Ende desselben, den Rücken gegen einen Stein gelehnt flach auf den Boden und zwar so, daß er das Lager an seiner rechten Seite hatte.
„Jetzt, Percy,“ sprach er, „leg’ Dich hier nieder! Du bist von Deiner Anstrengung noch zu heiß und würdest Dich auf dem bloßen Boden erkälten. Ein Kissen haben wir leider nicht; deshalb mußt Du es Dir auf meinem Knie bequem machen.“
Ohne Widerrede that Percy nach Toms Anweisung, indem er beiden dankbar zulächelte. Kaum hatte er sich ausgestreckt, als seine Augen auch sofort zufielen, gerade als sänke er in eine plötzliche Ohnmacht.
Beide Knaben sahen mit lebhaftester Besorgnis in das ruhige, abgemattete Antlitz, das ihnen in ihrer Angst vorkam wie das Antlitz eines Toten.
„Harry,“ sprach endlich Tom im leisesten Flüstertone, „meinst Du wirklich, Percy könnte schneller gehen, wenn er etwas geschlafen hat?“
„Sicher nicht; wir müssen ihn so ganz langsam heimbringen, wenn wir auch eine Stunde zu spät kommen.“
„Ich will Dir was sagen, Harry. Zu Fuß kommt er nie nach Haus. Ich bleibe hier und warte, bis er erwacht; dann trage ich ihn, soweit ich komme. — Ach wäre ich doch nur für eine Stunde ein Mann! — Du aber rennst jetzt gleich, was Du rennen kannst, und holst Hilfe, am besten einen Wagen. — Wir wollen beten, daß alles gut abläuft.“
Ungesäumt eilte Harry davon, während Tom geduldig Percys Erwachen abwartete. Ängstlich lauschte er auf die schwachen Atemzüge des Schlafenden. Da schlug dieser die Augen auf.
„O, Gott sei Dank!“ rief Tom. „Wie fühlst Du Dich, Percy? Besser?“