„Wenn Ihr anlangt, begebt Ihr Euch gleich zur Infirmerie. Der Krankenbruder soll Euch heute zu Gast haben. Laßt es Euch nur ordentlich schmecken! — Ah, Harrys Jacke! Da, gieb sie ihm!“

Dann sprengte er in einem sanfteren Schritt, der seinem leidenden Gefährten nicht unangenehm war, zum Kolleg zurück. Dort lenkte er zur Thüre der Infirmerie, stieg ab und trug seinen Schützling in die Abteilung, welche für die Kleinen bestimmt war.

„Bruder, hier ist ein Junge, der mal probieren wollte, wie weit er laufen könnte, ohne sich umzubringen.“ Dabei legte P. Middleton den Knaben sanft auf ein Bett nieder. „Sie sehen, er ist sehr schwach und bedarf etwas, um wieder auf die Beine zu kommen.“

Der Bruder begab sich in seine Apotheke und kehrte mit einem Glase Wein zurück.

„Nimm das, Kleiner, dann wird es gleich besser. — Es freut mich übrigens, daß Du kommst,“ fuhr er fort, während Percy langsam den stärkenden Trank zu sich nahm. „Seit vierzehn Tagen ist niemand mehr hier gewesen, und es wird mir beinahe langweilig.“

„Diesen Abend wird’s Ihnen nun jedenfalls nicht langweilig werden, Bruder,“ sprach P. Middleton. „Ich habe noch zwei andere hierher bestellt: Quip und Playfair. Sie haben Percy brav geholfen und sind fast so müde wie er. Sie hoffen bei Ihnen bis morgen Kost und Obdach zu finden. Für diese Gäste dürfen Sie heute auch etwas mehr aufwenden.“

„O, natürlich, Pater,“ erwiderte der Bruder herzlich und rieb sich die Hände. „Ein Abendessen sollen sie haben, wie noch niemals, seit sie in Maurach sind.“

„Gut also. Ich habe noch einige wichtige Sachen in Ordnung zu bringen, Bruder. Deshalb will ich mich zurückziehen und Ihnen alles Weitere überlassen. — Gute Nacht, Percy!“

„Gute Nacht, P. Middleton. Meine Schwestern hätten nicht gütiger sein können, als Sie gewesen sind, ja nicht einmal meine Mutter.“

Der Pater lächelte, als er sich ohne weitere Entgegnung rasch entfernte. Ich vermute, er beeilte sich deshalb so sehr, weil er ein Erröten sich nicht wollte anmerken lassen.