„Das ist es auch,“ gab Mr. Streptowitz mit einem etwas freudigerem Tonfall zu. „Um fünf Uhr soll man aufstehen und arbeiten, und nicht betrunken sein. Was macht denn der Baron auf Nr. 48?“

„Er studiert!“ rief Mr. Markham mit einem schrillen Lachen. „Studiert die Wissenschaften, Streptowitz! Gott helfe mir, die Wissenschaften!“

„Das ist traurig,“ sagte Mr. Streptowitz, „sehr traurig. Sie werden schon sehen, bei dem kommt noch etwas Merkwürdiges heraus, Mr. Markham.“

Mr. Markham, der sich an seine Fünfpfundnote erinnerte, erklärte energisch, seine Mieter stünden hoch über jedem Verdacht.

Am selben Tage etwas später führte ihn sein Weg zum Baron. Chesterton Mansions war bis jetzt nur mit Gas versehen gewesen; nun war die Rede davon, Elektrizität einzuführen, wenn die Mieter sich dafür aussprachen. Mr. Markham klingelte beim Baron an, um sich zu erkundigen. In der Wohnung reagierte niemand darauf. Mr. Markham klingelte bei der Baronin an. Zu seinem Staunen kam sie selbst und öffnete. Sie machte nur einen kleinen Spalt der Türe auf, um zu sehen, wer da war. Sie sah etwas übernächtig aus, ihre grauen Augen waren nicht so ruhig und kalt wie sonst, und Mr. Markham bemerkte, daß sie Ringe unter denselben hatte. Mr. Markham brachte sein Anliegen vor und sagte, daß er schon an der Wohnung ihres Mannes geklingelt habe.

„Mein Mann ist ausgegangen,“ sagte sie kurz, aber verbesserte sich sofort: „verreist, meine ich. Nach Oxford, seiner Arbeit wegen.“

Mr. Markham, der sich an Mr. Streptowitz’ Erzählung von den drei Herren erinnerte, die am Morgen abgereist waren, starrte sie an und machte seiner Neugierde Luft.

„Hat der Baron Besuch gehabt?“ fragte er.

Sie zog die Augenbrauen zusammen.

„Was meinen Sie?“