„Wären Sie das vorigemal nur halb so genau gewesen, so wäre ich jetzt um dreihundert Pfund reicher,“ knurrte er den Bankbeamten an und begab sich in den ersten Stock. Die schwarze Leibwache, die im Korridor über die Sicherheit ihres Herrschers wachte, schien nicht unter derselben Depression zu leiden wie Allan. Sie schnatterte und wisperte in ihrem krähenähnlichen Dialekt. Offenbar hatten sie schon von der Heimreise erfahren und freuten sich bereits darauf. Sie ließen Allan mit einem Grinsen ein. Nun kannten sie ihn schon.

Im Vorraum befand sich nur der alte Ali. Er begrüßte Allan mit demselben heiteren Lächeln, das die Leibwache draußen zur Schau getragen hatte.

„Ah!“ sagte er. „In einigen Stunden befinden wir uns auf dem großen Wasser, von der Krankheit geplagt, die die Dämonen des Wassers die Eigenschaft haben, bei den Reisenden hervorzurufen. Ja, nur einige Stunden, und wir verlassen diese große wunderbare Stadt, von der wir dank dem König der Betrüger so wenig gesehen haben.“

„Sie scheinen nicht gerade betrübt darüber, den Wasserdämonen zu begegnen,“ sagte Allan.

„Nein, denn sie müssen mich ja doch in mein Land zurücktragen. Treffend und anmutig sagt ein Dichter, der sich freilich nicht mit dem göttlichen Zeltmacher messen kann: ‚Wer unter Palmen geboren ist, findet die Tannen häßlich, und für die Einwohner Delhis ist der Gestank ihrer Stadt schön.‘“

„Ausgezeichnet, auf Ehre,“ sagte Allan. „Wie sieht es denn jetzt in Delhi aus?“

„Wahrlich, junger Freund, ich kann es Ihnen nicht sagen. Es ist viermal zehn Jahre her, seit ich diese Stadt besucht habe. Und ich erinnere mich tatsächlich nur an einen großen Gestank und an eine Sonne, wie sie sich die Bevölkerung in London nicht träumen läßt, selbst wenn sie Haschisch kaut, und die unerträglich war wie Allahs Augen für den Ungläubigen.“

„Das klingt ja lockend,“ sagte Allan.

„Junger Freund,“ sagte der alte Hofdichter, „verstehe ich recht, Sie sind nie in Delhi gewesen?“

„Sie haben mich recht verstanden,“ sagte Allan, „eigentümlicherweise habe ich total vergessen, Delhi zu besuchen.“