„Haha, ja gewiß, ja gewiß! Warum nicht in Petersburg? Nein, nein, Mirzl, Sie sind in der Schlinge gefangen. Machen Sie gute Miene, das ist wohl das einzige, was Sie tun können.“

„Ich heiße nicht Mirzl, oder was Sie da zum Donnerwetter sagen, ich heiße Kragh, und ...“

„Stillschweigen!“ brüllte der gigantische Schutzmann, dessen Gemütsruhe durch die Lorbeeren des Zivilisten gestört wurde. „Mit aufs Amt, und keinen Ton, dann werde ich mich hinter Ihnen halten.“

„Aber ...“ setzte Allan an und hielt inne; es hatte ja keinen Zweck, hier zu protestieren. Mit einem Achselzucken trat er in den Korridor. Der Zivilist mit Herrn Kochs diminutiver Tasche folgte ihm auf dem Fuße und der Mammut-Schutzmann beschloß die Prozession. Plötzlich hörte Kragh den Kellner rufen:

„Aber meine Belohnung! Wo kann ich mir die abholen?“

„Das werden Sie später erfahren!“ rief der Mann in Zivil über die Achsel zurück. „Uebrigens sind Sie ja zwei; der in Essen ausgestiegen ist, wird Ihnen schon nicht das Ganze lassen.“

Mit diesen Worten des Zivilisten im Ohr, ihn selbst an seiner Seite und den gewaltigen Gesetzeswächter hinter sich, passierte Allan das Paar im anderen Coupé — die Amerikanerin und den alten Herrn mit der Raubvogelnase. Er sah, wie sie ihre feinen Augenbrauen emporzog und dem bordeauxnasigen Alten etwas zuflüsterte — die waren jetzt offenbar ein Herz und eine Seele. Er senkte den Kopf, um nicht mehr zu sehen und ging nach rechts, in der Richtung, die der Zivilgekleidete angab. Was hatte das Ganze zu bedeuten? Abenteuer, Septemberabenteuer in Sonne und blauer Luft — das sah mehr nach totaler Sonnenfinsternis und sehr eingeschlossener Luft aus. Was hatte das Ganze zu bedeuten?

Kein Philosoph hätte sich diese Frage mit mehr Nachdruck stellen können.

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„Das ist Ihr Paß? Sie sind Herr Allan Kragh, Student, schwedischer Bürger?“