„Ja, ja, wir haben untersucht, wir haben telegraphiert ... ich muß sagen, Herr Kragh, Sie haben höchst außerordentliche Erfahrungen gemacht. Ist das Ihre erste längere Reise ins Ausland?“

„Ja“ (erbittert).

„Das glaube ich, ich konnte es mir denken. Höchst außerordentliche Erfahrungen, das muß ich sagen.“

„Ist Ihnen meine Identität bestätigt worden?“ (äußert erbittert, denn sechs Stunden der Abgeschiedenheit bei spartanischer Kost tragen nicht gerade dazu bei, die Laune zu verbessern.)

„Wir glauben es. Ja, wir glauben, überzeugt sein zu dürfen, daß Sie tatsächlich Herr Allan Kragh aus Schweden sind.“

„Gedenken Sie mich also loszulassen? Gedenken Sie die Bevölkerung von Köln diesem Risiko auszusetzen? Ist das Kölnischwasser eingesperrt? Und der Dom bewacht?“

„Einen Augenblick, Herr Kragh. Wir bedauern den Mißgriff sehr, wir bedauern ihn außerordentlich, und wir wollen Sie gerne, soweit es in unseren Kräften steht, schadlos halten. Natürlich werden Sie sofort in Freiheit gesetzt (die Stimme des Polizeirichters war so sanft und versöhnlich, daß es beinahe klang, als spräche er finnisch). Gestatten Sie mir nur eine Frage: Waren in Ihrem Gepäck in Hamburg große Werte enthalten?“

„Werte? Hm. Das gewöhnliche Reisegepäck, einige Anzüge und dergleichen. Gold und Juwelen nicht.“

„Ausgezeichnet ... Ihr Garderobeschein hatte die Nummer 374?“

„Ja, was meinen Sie?“