„Ich muß sagen! Und gedenken Sie die Sache jetzt nicht anzuzeigen?“
„Da die Detektivs schon hier sind, werde ich ihnen die Sache natürlich anzeigen, aber es ist nur der Form wegen.“
„Mirzl scheint Ihnen Respekt eingeflößt zu haben!“
Allan nickte zustimmend. Im selben Augenblick erblickten sie Mrs. Bowlby und Miß Helen, die in der Treppenhalle des zweiten Stockwerks saßen. Mrs. Bowlby, die ein grellgrünes Kleid trug und papageienähnlicher aussah denn je, begrüßte Allan mit einem kleinen Schrei, der des erwähnten Vogelgeschlechtes durchaus nicht unwürdig war.
„Mister Cray! So! Also auf diese Art verbringen Sie die Nächte, wenn ich außer Sehweite bin! Ein großes Loch im Boden, und die Detektivs darum geschart wie Fliegen um eine offene Marmeladendose. Sie wollten mich nicht einmal in die Nähe lassen. Sie glaubten wohl, ich gedächte in das Schlafgemach des Untiers hinunterzuspringen. — Na, was haben Sie zu sagen? Setzen Sie sich und lassen Sie uns hören, aber alles, verstehen Sie? Sie waren natürlich in irgendeinem entsetzlichen Lokal? Haben also Sie das Loch in den Boden gemacht?“
„Wenn Sie zwischen halb eins und halb drei in Mr. Bowlbys Rauchzimmer gekommen wären, hätten Sie es sicherlich geglaubt, Mrs. Bowlby.“
Allan begann zum zweiten Male seine Erzählung. Mrs. Bowlby beehrte seine Beschreibung des Feuerfresser-Klubs nicht mit denselben Expreßpfiffen wie ihr Mann, aber ihre Kommentare waren darum nicht weniger ausdrucksvoll. Als Allan zum Schlusse von Herrn Mirzls Leistungen gekommen war, ergriff sie das Wort:
„Ja, dieser Herr ist natürlich ein Schurke. Aber ich sage Ihnen eines, ich würde tausendmal lieber das Untier hoppnehmen sehen als ihn.“
„Ich für mein Teil sechstausendmal lieber Herrn Mirzl,“ meinte Allan.
„Denken Sie nur, den ersten Abend, den er in London verbringt, in solche Lokale zu gehen,“ setzte die alte Dame ihren Anklageakt fort. „Natürlich war er in Damengesellschaft — versuchen Sie das nicht zu leugnen, ich glaube Ihnen ja doch nicht. Natürlich, obwohl er daheim bei sich das Haus voll und mehr als voll hat. Und natürlich ist es furchtbar unrecht von Ihnen, in ein solches Lokal zu gehen, aber ein verheirateter Mann, ein Mann, der hundertfünfzigfach verheiratet ist — — Und dieser alte, graubärtige Wüstling — —“