Im Tal, z. B. bei Hudova, in den Maulbeerpflanzungen fanden wir Zaun- und Kappenammer, Rotkopfwürger, Maskenwürger (Lanius nubicus) ([Abb. 201], [S. 403]) Blaurake, Bienenfresser. An den Felswänden der Schluchten, die vom Tal abzweigten, gab es die Aasgeier, Turm- und Rötelfalken, Felsentauben, Blaumerle und Steindrossel, Felsenkleiber, Steinsperling, Felsenschwalbe und Mehlschwalbe.
Stiegen wir auf die Hügel vor den Gebirgen, wo Paliurus und Quercus coccifera wuchsen, so saßen auf diesen der Rotrückenwürger, Feld- und Haussperling, schlüpften durch die Sträucher der Hänfling, der Heckensänger (Agrobates). Hier gab es alle Grasmücken.
Darüber in den Geröllfalten an den Berglehnen hausten der graue Steinschmätzer und der Mittelmeersteinschmätzer. Die Gehölze und Kulturlichtungen dieser submontanen Region bewohnten der Buntspecht (Dryobates major balcanicus), der Grünspecht, die Blau- und Kohlmeise, Turteltaube, Eichelhäher, Elster, Nachtigall, Seidenrohrsänger, Kuckuck usw.
Abb. 267 a. Die Balkan-Gimpelammer Emberiza pyrrhuloides reiseri Hart.
Die montane Zone, wie sie etwa von der Plaguša Planina in dem Buschwald aus weichblätterigen Eichen dargestellt war, beherbergte den Pirol, die Trauermeise, den Wendehals.
Der Buchenwald, wie wir ihn in der Mala Rupa, am Liseč in der Golesniza Planina und in anderen Gebirgen fanden, war das Wohngebiet von Amsel, Misteldrossel, Singdrossel, Rotkehlchen, Nonnenmeise, Kleiber, Waldbaumläufer, Liljefordspecht, Mittelspecht und Waldlaubsänger.
Die Latschenregion, wie wir sie in der Golesniza entdeckten, war der Zufluchtsort von Heckenbraunelle, der Tannenmeise und des Hausrotschwanzes. Darüber in der alpinen Grasflur der Mattenregion des gleichen Gebirges gab es den Wasserpieper, die Ohrenlerche, die Feldlerche und das Braunkehlchen. Darüber schließlich grenzte die Gipfelregion der Solunska mit ihren Felsengraten, mit ihren Schneefeldern und Spalten, in der nun die Hochalpenvögel anzutreffen waren: Die Alpenbraunelle, Alpendohle, Steindrossel und Mauerläufer.
Dazu kommen als besonders interessante Zonen, in denen die Wasser-, Strand- und Rohrvögel hausten, die Schilfwälder der Seen, des Doiran-, Prespa- und Ochridasees, die wir aber am kleinen Katlanovosee am besten studieren konnten. Da war besonders interessant Emberiza pyrrhuloides reiseri Hart. ([Abb. 267a] [S. 547]) und die anderen Rohrammern, die Rohrweihen, die Rohrdommeln, die ganze große Gruppe der Reiher, der Enten und Gänse, der Teichhühner, Strandläufer und was da alles zusammen kam, vom Cormoran bis zum Pelikan.
Nicht weniger bemerkenswert war das Steppengebiet mit dem Wiedehopf, den Trappen, den Wachteln, den vielen Falken.