Dr. Opitz phot.
Abb. 268. Sandviper (Vipera ammodytes L.) n. d. Leben.
Soweit wir feststellen konnten, gehen von diesen Formen im Wardartal nur folgende nordwärts über Demir Kapu hinaus: Molge vulgaris graeca, Testudo graeca und Testudo ibera, Lacerta major und milensis, Coluber quatuorlineatus und Vipera ammodytes.
Von östlichen Formen sind hervorzuheben: Lacerta taurica, Ablepharus pannonicus und Zamenis caspius. Auch der große Lachfrosch kann als östliche Form angesprochen werden.
Eine vollständige Liste der von uns beobachteten Amphibien und Reptilien ist im Anhang zu diesem Kapitel verzeichnet.
Auch den Süßwasserfischen konnten wir aus mancherlei Gründen kein allzu vertieftes Studium widmen. Immerhin wurden eine ganze Anzahl Fische erbeutet, die sich auf 5 Familien, 14 Gattungen verteilten und 20 Arten angehörten. Sie wurden bei Schilderung des Fanges in den einzelnen Kapiteln schon erwähnt und zum Teil in Lebensgewohnheiten geschildert. Eine Liste ist in den Anmerkungen zu diesem Kapitel angeführt. Aus ihr geht hervor, daß es sich wesentlich um Formen mitteleuropäischer und Mittelmeerflußgebiete handelt.
ACHTUNDDREIZIGSTES KAPITEL
Ochrida
Die Stadt Ochrida und der blaue See, an dem sie liegt, galt in der Armee als der Glanzpunkt von Mazedonien. Jeder, der ihn dienstlich hatte sehen dürfen, wurde beneidet, und als im Sommer des Jahres 1918 den Offizieren Erholungsausflüge im Bereich des Kriegsschauplatzes gewährt wurden, war Ochrida das beliebteste Ziel. Das verdiente es auch, denn mit der reizvollen Lage der Stadt verband sich die Schönheit des Sees und ein angenehmes Klima. Dazu kam der Reichtum an historischen Erinnerungen, welcher die Stadt zu einem Nationalheiligtum der Bulgaren machte.