Hero.
Des Ortes Wächter fangen, schäd'gen ihn.
Sag ihm's!—

(Zu Leander.)

Und, guter Jüngling, kehrst du heim,
So laß des Lebens Müh' und buntes Treiben
So viel verwischen dir als allzuviel,
Das andere bewahr! So will ich auch.
Und kehrt ums Jahr und jedes nächste Jahr
Zurück das heut'ge Fest, so komm du wieder.
Stell dich im Tempel, daß ich dich mag sehn.
Mich soll es freun, wenn ich dich ruhig finde.

Leander (zu ihren Füßen stürzend).
O himmlisch Weib!

Hero. Nicht so. Das ziemt uns nicht.
Und sieh! Mein Oheim kommt. Er wird mich schelten,
Und zwar mit Recht, warum gab ich euch nach.

Naukleros.
Nimm deinen Krug und laß daraus mich trinken,
Am besten deutet so sich unser Tun.

Leander (ihn wegstoßend).
Nicht du; ich, ich!

Hero (ihm den Krug hinhaltend, aus dem er kniend trinkt).
So trink! und jeder Tropfen
Sei Trost, und all dies Naß bedeute Glück.

(Der Priester kommt.)

Priester.
Was schaffst du dort?