Priester (zu Naukleros).
Du bleib! Dein Leben ist verwirkt,
Doch schenk ich dir's, bringst heim du jenen Toten
Und schweigst dein Leben lang. Kamst du allein?
Naukleros.
Mir folgten Freunde von der Küste jenseits.
Priester.
Halt sie bereit.—Wo brachtet ihr ihn hin?
Tempelhüter.
Zum Tempel, Herr.
Priester. Warum zum Tempel, sprich!
Tempelhüter.
So will's der Brauch.
Priester. Will's so der Brauch, wohlan!
Die Bräuche muß man halten, sie sind gut.
Und nun zu ihr! Entfernt die Störung erst,
Legt mild die Zeit den Balsam auf die Wunde.
Ja, dies Gefühl, im ersten Keim erstickt,
Bewahrt vor jedem zweiten die Verlockte,
Und heilig fürderhin—Komm mit! Ihr folgt!
(Alle ab.)
(Das Innere des Tempels. Der Mittelgrund durch einen zwischen Säulen herabhängenden Vorhang geschlossen. Auf der rechten Seite des Vorgrundes eine Bildsäule Amors, an deren Arm ein Blumenkranz hängt.)
(Mädchen kommen mit Zurechtstellen von Opfergefäßen und Abnehmen von Blumengewinden beschäftigt. Zwei davon nähern sich dem Vorhange.)