Jaromir.
Du willst?

Berta (halb ohnmächtig).
Ich will!

Jaromir.
So hab Dank, hab Dank, mein Leben!
Schnell jetzt fort, ich kann nicht weilen;
Hier wird mich ihr Arm ereilen,
Meine Spur ist schon entdeckt.
Dieses Schloß wird man durchspüren,
Sie durch die Gemächer führen
Denn ihr Argwohn ist geweckt.
Abwärts suchen jetzt die Späher,
Dieses Schlosses Außenwerke,
Seine halbverfallnen Gänge
Sind dem Räuber längst bekannt.
Dorthin will ich mich verbergen,
Bis der Augenblick erscheint,
Der auf ewig uns vereint.

Wenn erschallt die zwölfte Stunde
Und kein lebend Wesen wacht,
Nah ich leise, leis im Bunde
Mit der stillen Mitternacht.

Im Gewölbe, wo in Reihen
Deiner Väter Särge stehn,
Führt ein Fenster nach dem Freien,
Dort, mein Kind, sollst du mich sehn—

Und schnell eil ich, wenn das Zeichen
Von der lieben Hand erschallt,
Schnell dahin, wo unter Leichen,
Mir dies liebe Leben wallt.

Dort an deiner Väter Särgen,
Die Verdacht und Argwohn fliehn,
Soll die Liebe sich verbergen,
Und dann schnell ins Weite hin!

Also kommst du?

Berta (leise).
Ja, ich komme!

Jaromir.
Also willst du?