Garceran. (auf die Seitentüre zeigend).
Vielleicht in dies Gemach.

König.
Was fällt dir ein!
Soll ich verbergen mich vor meinen Dienern?
Und doch fürcht ich den Schmerz der Königin,
Sie könnte glauben,—was ich selber glaube.
Ich rette denn die wirre Majestät,
Sieh zu, daß du baldmöglichst sie entfernest.

(Er geht in das Seitengemach.)

Esther.
Ich sagt' es ja: es ist der Weg des Unglücks.

(Die Königin, von Manrique de Lara und mehreren begleitet, tritt ein.)

Königin.
Es ward gesagt, der König sei hier oben.

Garceran.
Er war, doch ging er fort.

Königin.
Und hier die Jüdin.

Manrique.
Geschmückt, dem losgelaßnen Wahnsinn gleich,
Mit all dem Flitterstaat des Puppenspiels.
Leg ab die Krone, die dir nicht geziemt,
Selbst nicht im Scherz; den Mantel von der Schulter!
(Esther hat ihr beides abgenommen.)
Was hält sie in der Hand?

Rahel.
Es ist mein eigen.