Esther.
Ei, was kommt dich an? Das Kleinod—
Rahel.
Glaubst du denn, ich sei so töricht
Und verschleuderte das Gut?
Sieh! ich hab's, halt's in der Hand,
Häng es wieder in mein Ohr,
Weiß und klein, zum Schmuck der Wange.
Isaak (suchend).
Weh! Verloren!
Rahel.
Vater, kommt nur!
Seht, das Kleinod ist gefunden,
's war ja Spaß nur.
Isaak
Daß dich Gott—!
So zu spaßen! Und nun komm!
Rahel.
Vater, jedes, nur nicht dies.
Ich muß mal den König sehen,
Und er mich, ja, ja, er mich.
Wenn er kommt und wenn er fragt:
Wer ist dort die schöne Jüdin?
Sag, wie heißt du?—Rahel, Herr!
Isaaks Rahel! sprech ich dann,
Und er kneipt mich in die Backen.
Heiße dann die schöne Rahel.
Mag der Neid darob zerplatzen,
Wenn sie's ärgert, kümmert's mich?
Esther.
Vater!
Isaak.
Wie?
Esther.
Dort naht der Haufen.
Isaak.
Herr des Lebens! Was geschieht mir?
's ist Rehabeam und sein Volk.
Wirst du gehen?