Königin.
Was soll ich sehn?

König.
O weh doch, Almirante!
Wir haben's nicht getroffen, ob bemüht.
Da graben wir nun Tag' und Wochen lang
Und hofften, diesen Garten umzustalten,
Der nur Orangen trägt und Schatten gibt,
In einen, wie sie England hegt und liebt,
Das strenge Vaterland hier meiner Strengen.
Allein sie lächelt, schüttelt still das Haupt.—
So sind sie nun, Britanniens Kinder, alle;
Trifft man aufs Haar nicht den gewohnten Brauch,
So weisen sie's zurück und lächeln vornehm.
Die Meinung mindestens war gut, Lenore,
Und so gib nur ein Wort des Danks den Männern,
Die sich für uns, weiß Gott wie lang, bemüht.

Königin.
Ich dank Euch, edle Herrn!

König.
Nun zu was anderm!
Der Tag hat einen Riß. Ich hoffte dir
An Hütten, Wiesen, englischen Geschmacks
Noch das und dies im Garten rings zu zeigen,
Doch ist's verfehlt. Verstell dich nicht, o Liebe!
Es ist so, denken wir nicht mehr daran!—
Da bleibt ein Stündchen denn für das Geschäft,
Eh' span'scher Wein uns Spaniens Küche würzt.
Ist noch kein Bote von der Grenze da?
Toledo haben wir mit Fleiß ersehn,
Um nah zu sein der Kundschaft von dem Feinde,
Und doch kein Bote?

Manrique.
Herr—

König.
Was ist's? Wie nur?

Manrique.
Ein Bote kam.

König.
Nun denn!

Manrique (auf die Königin zeigend).
Ein wenig später.

König.
Mein Weib sie ist gewohnt an Rat und Krieg,
Die Königin teilt jedes mit dem König.