Garceran.
Wir denken's auch, und glauben
Er rüste sich für einen größern Schlag.
Auch heißt's, daß Schiffe täglich Volk und Vorrat
Aus Afrika nach Cadix überführen
Wo heimlich sich vereint ein stattlich Heer
Zu dem der neue Herrscher von Marokko, Jussuf
Soll stoßen mit dem dort geworbnen Volk;
Dann käme wohl der Schlag der uns bedroht.
König.
Nun, schlagen sie, so schlagen wir denn wieder,
Wie sie ein König, führt der Eure euch,
Und ist ein Gott, wie er denn wirklich ist,
Und Recht der Ausspruch seines Munds, so hoff ich
Zu siegen, weil im Recht, und weil ein Gott.
Mich dauert nur des Landmanns bittre Not,
Ich selbst als Höchster, ich bin da zum Schwersten.
Laßt in den Kirchen sich das Volk versammeln
Und flehen zu dem Herrn der Siege gibt,
Die Heiligtümer seien ausgestellt
Und jeder bete, der da künftig streitet.
Garceran.
Schon ohne Aufruf ward dein Wort erfüllt:
Die Glocken tönen weithin an den Grenzen
Und in den Tempeln sammelt sich das Volk;
Nur daß ihr Eifer, irrend, wie so oft,
Sich gegen jene Andersgläub'gen wendet
Die Handel und Gewinn im Land zerstreut.
Schon ward ein Jude hier und da mißhandelt.
König.
Und ihr, ihr duldet's? Nun, beim großen Gott!
Wer sich mir anvertraut, den will ich schützen,
Ihr Glaube kümmert sie, mich was sie tun.
Garceran.
Man nennt sie Späher in der Mauren Sold.
König.
Niemand verrät zuletzt was er nicht weiß,
Und da ich ihren Mammon stets verachtet
Hab nie auch noch begehrt ich ihren Rat.
Was sein wird, weiß nur ich, nicht Christ noch Jude
Deshalb nun sag ich euch bei eurem Kopf—
Eine Weiberstimme (von außen).
Weh uns!
König.
Was ist?
Garceran.
Dort, Herr, ein alter Mann,
Ein Jude scheint's, verfolgt von Gartenknechten,
Zwei Mädchen neben ihm. Die eine, schau!
Sie flieht hierher.
König.
Ganz recht, denn hier ist Schutz,
Und Gottes Donner, wer ein Haar ihr krümmt,
(In die Szene rufend.)
Hierher, nur hier!