Mathias. Ich weiß genug. Es sprechen eure Kleider.
Mein Bruder tot. Wär' ich es erst nur auch.
(An der Türe des Kabinetts.)
Und niemand folge mir! Ich will allein sein.
(Er geht hinein.)
Ferdinand. Und ist es so?
Julius. Es ist. Ein jäher Anfall,
Der noch der Hoffnung Raum ließ, weil er öfter,
So sagen seine Diener, ihn ergriff.
Doch diesmal war's der Tod. Er ist geschieden.
Ferdinand. O daß der Drang der Zeit mir Weile gönnte
Ihn zu beweinen wie er es verdient.
Er war ein frommer Fürst.
Julius. Wohl, und ein Weisrer,
Als ihm die Hast der Übereilung zugibt.
Ferdinand. Doch zeigt die Weisheit sich im Handeln meist.
Julius. Wo nichts zu wirken ist auch nicht zu handeln
Die Zeit hilft selbst sich mehr als man ihr hilft.
Wir bringen die Insignien des Reichs,
Das einem andern nun zu Recht gehört,
Ein Erbe, der die Erbschaft schon besitzt.
Und so nun, meine Freundespflicht erfüllt,
—Er war mein Freund, ich wenigstens der seine—
Empfehl ich dieses Land in Gottes Schutz
Und kehre rück zu meinem das mich ruft.
Ferdinand. Vor allem noch nehmt unsers Hauses Dank,
Herr, und erlaubt, daß bis zur äußern Tür—
Julius (ablehnend).
Der Tod macht gleich. Wir alle müssen sterben.
(Er geht. Seine Begleiter setzen die Kapseln mit den Insignien auf einen rechts im Hintergrunde stehenden Tisch.—Militärmusik in der Ferne.)