Thurn. Die Luft ist frei für jeden, doch die Burg
Verschließt man gern vor Untreu und Verrat.
(Er entfernt sich mit seinem Begleiter.)

(Der Kaiser kommt, von Rumpf und einigen begleitet von der linken Seite.
Er bleibt vor einem Blumenbeete stehen.)

Rumpf. Die Blumen sind zum guten Teil geknickt,
Das tat der böse Sturm in heut'ger Nacht.

(Der Kaiser winkt bestätigend mit dem Kopfe.)

Rumpf. Den Sturmwind mein ich eben, Majestät.

(Der Kaiser hat sich nach vorn bewegt, jetzt bleibt er stehen und fährt mit dem Stabe einige Male über den Boden.)

Rumpf. Der Fußtritt vieler Kommenden und Geh'nden
Hat arg gehaust in dieses Gartens Wegen.
Des Gärtners Rechen gleicht es wieder aus.

Beliebt's Euch nun den Tieren nachzusehn,
Die in den Käfigen der Füttrung harren?
Der Löwe nimmt die Nahrung nur von Euch,
Die Wärter sagen, daß gesenkten Haupts
Er leise stöhnt, wie einer der betrübt.

(Der Kaiser hat den Herzog von Braunschweig bemerkt und hält ihm die
Hand hin.)

Julius (auf ihn zugehend).
Mein Kaiser und mein Herr!