Bancbanus (mit halb gezücktem Säbel).
Gesehen, Schuft?
Hätt' ich's gesehn mit diesen meinen Augen,
Weit eher glaubt' ich, daß ich wachend träume,
Als Übles von dem Schwager meines Herrn!
Geh fort!—Muß ich hier toben wie ein Fant,
Scheltwort' ausstoßen—und—bei toll und unklug!—
Ein Rat des Königs!—Nu, ein feiner Rat!
Ei wollt' ich doch, du wärst auf Farkahegy.
Zwölf Steine über dir!—Ei, dies und das!
Geh sag ich, geh! Ich will nicht weiter sprechen.

(Dienerin kommt mit einem Becher.)

Was bringst nun du?

Dienerin.
Den Frühtrunk, gnäd'ger Herr!

Bancbanus.
Setz immer hin!—Ist meine Frau schon wach?

Dienerin.
Ja wohl!

Bancbanus.
Jawohl?—Warum denn kommt sie nicht?
Ja wohl ist zweimal ja; wenn zweimal wach denn,
So sollte sie doch mindstens einmal kommen!
Ja wohl! Gott segne mir die Redensarten!
Ein andermal sprich. Ja! Nun also denn!
Warum nur kommt sie nicht?

Dienerin.
Ich sollte fragen,
Ob Ihr erlaubt?

Bancbanus.
Ich gebe mich gefangen!
Die Torheit, merk ich, steckt, wie Fieber, an.
Ob ich erlaube, frägt sie? Guter Gott!
Soll ich erlauben, und hab nie verwehrt!
(Erny erscheint an der Türe.)
Ei, Erny, grüß dich Gott! Was ficht dich an?
Läßt du durch Kämmrer mich um Einlaß bitten?
Ich bin ein Feind von Neuerungen, Kind!
Mach mir nichts Neues, bitt ich dich gar sehr!

Erny (nach vorn kommend).
So zürnt Ihr nicht?