Das sind die Weiber meiner hingeschiednen Frau.
Ihr Toren, stachelt ihr noch auf die Rache?

(Ein gleicher Zug schwarzgekleideter Personen kommt und geht, gleich den vorigen im Hintergrunde vorüber.)

Noch mehr der Trauer? Wer sind diese da?

Anführer.
Bancbanus' Farben trägt man ihnen vor.
Auch seine Frau ward—Sie ist auch gestorben.

König.
Ich weiß, ich weiß!—O himmlischer Vergelter!
Kann ich nicht zürnen? und bin so verletzt!

(Von einem zahlreichen Haufen Volks, jeden Geschlechts und Alters gefolgt, kommt Bancbanus. Zu seinen beiden Seiten, etwas nach rückwärts, gehen die Grafen Simon und Peter, ohne Waffen, Ketten an den Händen. Graf Peter und alles Volk kniet.)

Bancbanus.
Knie nieder, Simon!—Simon, beug dein Knie!
Es ist dein Herr, du kannst es ohne Schande.

(Simon kniet nieder.)

Mein königlicher Herr, und mein Gebieter!
Wir nahen dir, die Bürger einer Stadt,
Die ihrer Pflicht vergaß zu diesen Stunden,
Doch schnell zur Reu', und rasch zurückgekehrt,
Die Pforten öffnet, in den Staub sich beugt.
Zu deiner Gnad' und Ungnad' sich ergebend.
Aus liefert auch die Häupter der Empörung,
Hier, Grafen Simon, der mein Bruder war—
Nein, ist, noch immer ist, mein teurer Bruder,
Und Grafen Peter, meiner armen Erny—
Den Bruder meines früh verblichnen Weibs.
Dich bittend auch—
(Näher tretend.)
Wir haben viel gelitten,
Seit du nicht bei uns warst, mein Herr und König.
Dahingegangen sind der Lieben viele;
Und eh' ich weiterrede, so erlaub,
Daß ich, das Aug' gedrückt an deine Knie,
In Tränen derer denke, die gewesen.

(Er fällt vor ihm nieder und umfaßt seine Knie.)