König (nach einer Pause, zurücktretend).
Bancban, Bancban! Du ungetreuer Knecht!
Wie hast du deines Herren Haus verwaltet?
Bancbanus (der aufgestanden ist).
Herr, gut und schlimm, wie's eben möglich war.
König.
Ich gab mein Land dir ruhig und in Frieden.
Bancbanus.
Nu, Herr! Beruhigt geb ich's Euch zurück.
König.
Wo ist mein Weib?
Bancbanus.
Daß Gott! die kehrte heim.
Sie wollte sehn, wie's meinem Weib erging!
König (ihm näher tretend und die Hand auf seine Schulter legend).
So stehen wir als Witwer beide denn!
Doch noch ein Punkt furchtbarer Ähnlichkeit!
Du hattest nie ein Kind. Wo ist das meine?
Bancban, wo ist mein Sohn?
Bancbanus.
Ich glaube, Herr
Das Knäblein ist gerettet.
König.
Ha, du glaubst? du glaubst?
Bancban, ich glaub, du bist ein Ehrenmann,
Ich glaube, daß du treu an deinem König hältst,
Ist's darum wahr?
Bancbanus.
Ich gab ihn, Herr, dem Mann,
Der ihn nächst Gott am treuesten beschützt,
Dem er das letzte Band an dieses Leben,
Schutz vor Verzweiflung ist und Selbstverwerfung.
Es hat ihn Euer Schwager von Meran,
Der Mörder meines Weibs und Eures Weibes.
Schon sandt' ich Boten und sie finden ihn
An jenen Hügeln dort am Saum des Waldes.