(Auf den Wink des Königs gehen einige.)

Sei sicher, daß dein teures Knäblein lebt.
Doch bis sie wiederkehren, im Gefühl
Noch des Verlusts, die Vaterangst im Herzen,
Wend ich dein Aug' nach jenen beiden hin.
Sie haben auch das Teuerste verloren;
Mit ähnlichem Gefühl in ihrer Brust
Umstanden sie die Leiche ihrer Schwester.
Den ungestraften Trotz des Mörders sahn sie,
Da wich der gute Geist von ihnen, und—
Sie taten, was nicht recht. Sei mild, o Herr!

König.
Den Mördern meines Weibs?

Bancbanus.
Sie waren's nicht;
Der Zufall tat's, des höchsten Gottes Bote.

König.
Aufrührer!

Bancbanus.
Nun, sieh hin, o Herr! Sie knien.

König.
Und jetzt, da noch der blut'ge Zweifel schwebt!
Ob nicht mein Weib nur, ob mir auch den Sohn
Ihr Frevel stahl—

Bancbanus.
Ach, jetzt, und eben jetzt!
Sei ganz wie Gott, o König! Straf den Willen,
Und nicht die Tat, den launischen Erfolg.
Nur kurze Frist, so hast du deinen Sohn,
Schon sind gesendet jene, die ihn suchen.
O raube nicht der Huld den schönsten Schmuck!
Jetzt, mit der Vaterangst in deinem Herzen,
Sei mild und gütig, daß auch Gott dir's sei.
Laß in Verbannung sie ihr Leben enden;
Befleck dich nicht mit Blut!

König.
Du forderst viel; doch sei's!
Und auf zu Gnaden nehm ich eure Stadt.
Doch nun—

(Freudengeschrei in der Ferne.)