(Otto zu Bancbanus gewendet.)

Bancbanus.
Du guter Mörder, gib mir deine Hand!
Und doch—war sie es nicht, die meiner Erny—
Fort, Mörder, fort! und laß mich dich nicht schaun!

König.
Er wendet sich von Euch. Laßt ab!

Simon (vortretend).
Und doch! Noch eins!
Mein König, und mein hoher Herr! Verzeiht,
Wenn Euch ein Mann, der selbst dem Recht verfallen,
Und kaum begnadigt, angeht um sein Recht;
Doch ist's der Lohn für dieses Mannes Treue,
Und unsers Hauses Ehre fordert's laut.
Befehlt, daß Euer Schwager von Meran,
Vor Euch, des Landes Herrn und höchstem Richter,
Mir Rede steh, antwortend, wenn befragt.

König.
Ihr hört, was man begehrt. Gebt Antwort denn!

Simon (zu den Versammelten).
Ihr aber lauscht, und zeugt vor allem Land!
(Zu Otto, auf Graf Peter und Bancbanus zeigend.)
Hat dieses Mannes Schwester, seine Frau,
Euch Anlaß je gegeben, Grund und Ursach',
Sie zu verfolgen mit verbotner Werbung?

Otto.
Sie tat es nie.

Simon.
Hat sie sich sonst vergangen
An Euch und Eurer Schwester, sonst und wie?
So, daß ihr Tod die Strafe des Vergehens?

Otto.
Niemals.

Bancbanus.
O hört Ihr's? Niemals! Nie!
Ihr Innres weiß, so weiß als ihre Hand.