Zawisch.
Pocht nicht so hart an der Gedanken Tor,
Wenn's früher schloß, macht jetzo doch nicht auf!

Benesch.
Jetzt spottest du, und hast es selbst gebilligt!

Zawisch.
Gebilligt, ich? den Unsinn, die Verrücktheit!

Benesch.
Ja, du, und du!

Milota.
Weil du Gewißheit vorgabst!—

Benesch.
Bringt mir sie her, das Mädchen bringt mir her!
Sie soll nicht leben! Sie und ich! Oh!—Oh!

Seyfried (herüberrufend).
Schmäht Ihr das Mädchen? Schmähet auf Euch selbst!
Wer hieß Euch glauben, daß für Eure Tochter
Des Königs, ihres eignen Königs Hand—

Zawisch.
Das ließ' sich allenfalls noch glauben, Herr!
Ein Merenberg wär' toll, dächt' er an so was;
Doch wir, die aus der Weltstadt Roma stammen,
Von den Patriziern, die den Erdkreis beugten,
Und, als Ursini, noch dem Throne stehn zunächst,
Auf dem Sankt Peters Macht ob Herrschern herrschet;
Wir mögen wohl nach Fürstenkronen trachten,
Und eine Rosenberg mag kühn und frei
Dem Besten sich vermählen dieser Erde:
Auch—ha, ha, ha, ha, ha!

Milota (der sich gesetzt hat).
Verdammt sein Lachen!

Zawisch.
Die Tochter rast, der Vater rauft sein Haar,
Und wir beweisen unsern alten Adel!
Und wär' er älter als der Engel Fall,
Der König winkt, und knall! liegt er am Boden.