Benesch.
Doch eh' ich falle, Rache! (Milota anfassend.) Rache, Bruder!
Milota (der aufsteht).
Ich sann soeben und gedenk zu handeln!
Zawisch.
Regst du dich auch, vierschröt'ger Milota?
Ei ja, da muß der König nun wohl zittern!
Benesch.
Wenn du—wenn du dich unsrer Sach' entziehst,
Bist du kein Rosenberg; ein Schurk'! Nicht wahr?
Milota.
So ist's!
Zawisch.
Ei ja! Wie führen wir's denn aus?
Beim nächsten Kirchgang drück dich an den König
Und tritt ihm auf den Fuß. Das schmerzt verzweifelt,
Und so bist du gerächt!
Benesch.
Er spottet unser?
Mein Kopf! Mein Kopf!—Er ist kein Rosenberg!
Milota.
Komm, Bruder, laß uns gehn! Wer lachen kann
Bei seines Hauses Schmach, verdient—
Zawisch.
Halt, Freund!
Wer seid ihr denn, ihr beide, daß ihr schmäht?
Die ihr auf offner Straße Rachepläne
Zu tauben Wänden schreit und—offnen Ohren!
Verschwört euch auf dem Markt und treibt im Zimmer Aufruhr!
Herr Merenberg, nicht wahr, das nenn' ich Leute?
Der Rausch des Zorns ist wie ein andrer Rausch:
Das beste Mittel ist die frische Luft.
Drum fort ins Freie, meine werten Herrn!
Brennt unser Haus und können wir nicht löschen,
So laßt uns wenigstens die Hände wärmen.
Der König ist mein Herr, und damit holla!
Milota (ihm näher tretend).
Fast glaub ich, Freund, du denkst mehr als du sprichst.
Sag, wofür hältst du uns?