Da hängte sie sich an ihn und sprudelte hervor, sie hätte bereits einen Plan, und es würde vorderhand gehen, und zählte alle Einzelheiten auf.

Er hätte aufjauchzen mögen, aber er fühlte: ich muß überlegen sein.

So streichelte er sie und küßte sie auf die Stirn.

Dann sahen sie sich wieder an, und dann tanzten sie und jubelten, und das Glück war losgelöst und frei.

Noch denselben Abend gingen sie nach der Stadt, einen weiten steinigen Weg.

IX.

Harte Arbeit empfing sie. Tagtäglich mühten sie sich, aber es langte nicht. Sie schrieben Adressen, gaben Stunden, spielten des Nachts in Kaschemmen, aber es langte nicht. Er suchte wieder häufiger Bekannte auf und traf auf einen Schauspieler, der sich Sören nannte. Dieser empfahl ihn für einen Posten bei irgendeiner Gesellschaft. Er schleppte ihn in Familien, wo er zu Mittag aß und auch kleine Geldunterstützungen bekam.

Sören machte Geschäfte als Bücherreisender, seine Frau wurde durch einen Freund, mit dem sie ein Verhältnis hatte, zur Hebamme ausgebildet. Er führte sich ein, indem er aus einer Gesellschaft den Verschüchtertsten herausgriff und ihn als den einzigsten Menschen begrüßte. Er vertraute ihm seine geistige Einöde und Verlassenheit an und verkaufte ihm dann seine Lexiken.

Diesem Sören schloß sich Werner an.

In einer Aufwallung mitleidsvollen Verstehens führte er ihn zu ihr, er solle noch einen anderen Menschen kennen lernen.