„Einen Menschen braucht sie. Du, ein heruntergekommener Student, bietest nichts und kannst’s auch nicht.“
„Aber ich werde sie mir noch erringen . .“ Es klang ganz eingeschüchtert.
„Ich dagegen brauche sie für meine Kunst. Zeige, was du leistest, und dann wage es, sie von mir zurückzufordern.“
Werner schwieg. Ja, so wird es wohl sein, fühlte er.
Eine Furcht, die in ihr aufstieg, wich. Es war belustigend.
Ich suche mir doch meine Menschen selbst, dachte sie, aber sie schwieg.
Stockend entrang es sich den Lippen Werners: „Du hattest doch gesagt, du wolltest bei mir bleiben.“
Da lachte sie laut auf, wie ein Peitschenhieb war ihr Lachen.
Aber es wurde gequält und verstummte und Mitleid ergriff sie.
Sie fühlte sich selbst getroffen, und dachte, ein zu dummer Kerl . . . Die Unterhaltung wurde erregt. Sören schrie. Die Kellner standen um sie herum. Die Gäste reckten die Hälse. Dann gingen sie. Auf der Straße setzten sie ihre Reden fort.