Sie wanderten Hand in Hand durch die Straßen der Stadt und sahen die Leute nicht. Die Gedanken waren frei und leicht, ein sieghaftes Lächeln schwebte über ihnen. Es war wie das Glück. Mit seiner Stellung kamen auch wieder Freunde und Bekannte in sein Haus, und sie blieben sich gute Kameraden.
Oft dachte er über seine Liebe nach.
Was ist überhaupt die Liebe? Vielleicht eine Ordnung, ein Geschäft oder ein Fehltritt, sicher eine Seligkeit ohne Glück.
Oft sagte er, wenn sie schmeichelte: „Ich liebe dich, aber laß mich allein.“ (Wenn sie die Haare sich waschen wollte!)
Manchmal dachte er: Nein, ich liebe sie nicht, aber ich kann sie nicht missen. Manchmal wiederum kam ihm der Ekel, wenn er sie essen sah, so wie sich das Kind vor den Eltern graut . . .
„Was ist überhaupt die Liebe?“
Dann streichelte er ihre Wangen, und sie bedeckte seine Hände mit heißen Küssen.
Oft saß er in der dunkelsten Ecke einer Weinstube und grübelte. Da sah er die Maler, den Athleten, den Kapellmeister, den Kaufmann, den Studenten, den Schauspieler, den Herrn v. B., ein langer Zug, an sich vorbeiziehn. Oh, wer so glücklich ist, dabei zu sein, dachte er.
Er kroch förmlich in sich zusammen und wurde alt.
Es bleibt etwas für mich zu tun, fühlte er, aber ich weiß nichts Näheres, vielleicht eine Mission . . . .