Bruchstück eines römischen Sägeblattes um 250 nach Chr.
Funde römischer Sägen bieten im Vergleich zu den bisher besprochenen Darstellungen auf Denkmälern nichts Neues. Meist kamen nur die Sägeblätter, und auch diese nur bruchstückweise, zu Tage. Eine in Rom gefundene Bronzesäge mit Heft ist hier auf [Seite 17] abgebildet[17].
Primitive römische Säge um 250 nach Chr.
Diesseits der Alpen fand man im Römerkastell Saalburg die hier auf [Seite 17] bis [18] abgebildeten Sägen aus Eisen. Das auf [Seite 17] (unten) dargestellte Stück ist das eine Ende von einem Blatt einer Rahmensäge. Wir sehen rechts die Öse zum Einhängen des Blattes. Der dritte Fund auf [Seite 18] (oben) beglaubigt, daß der römische Kulturkreis für Schrotsägen eine Verzahnung kannte, die auf jedem Zahn eine Art Vorschneider trägt[18].
Eisernes römisches Sägeblatt mit Vorschneidern an den Zähnen um 250 nach Chr.
Auffallend ist, daß man auf der Saalburg wohl erhaltene hölzerne Arme zu Rahmensägen fand [19], die eine recht ungünstige Anordnung der Spannung zeigen. Unser Mittelbaum ist hier so beiseite gerückt worden, daß bis zur Spannkordel ¼, bis zu den Nieten des Sägeblattes etwa ¾ Abstand ist. Bedingt wurde diese Anordnung dadurch, daß die Römer, wie wir auch auf [Seite 19] sehen, drehbare Hefte zur Verdrehung der Sägeblätter nicht kannten.