»So gefällst du mir,« lobte die Alte, und aus ihren Augen zuckten blitzende Lichter. »Recht hast du, hilf, was helfen mag, und wäre es der Teufel selber!«

Die flüsternd geführte Unterhaltung stockte eine Weile. Das junge Weib sah nachdenklich vor sich nieder und schielte zuweilen mit fragendem Blicke nach der Alten, die sich mit Bereitung des Hirsebreies zu schaffen machte.

»Wirtin, ich möchte Euch was fragen.«

»Und das wäre?«

»'s ist wegen der Hexen. Ihr könnt doch schweigen? Ich tat zuvor dergleichen, als wüßte ich nichts von Zauberei; aber da Ihr mich selbst darauf verwiesen habt, mag ich wohl offen reden.«

»Ei, sieh einer das junge Ding an!« grinste die Alte, »also auch schon von der Zunft?«

»Meine Mutter hat mir gar verschiedenes von Zaubereien und Hexenkünsten erzählt, so daß mir oft mein junger, dummer Kopf darüber ganz heiß und wirr geworden ist. Wenn ich nun so hinter meinem Manne Land auf und ab gezogen bin und habe mir jene Reden überlegt, da hatte ich gar oft das Verlangen, auch eine Hexe zu werden; aber dann packte mich wieder eisigkalte Furcht, und ich suchte den Gedanken wieder loszuwerden. Bin auch keine Hexe,« fuhr sie aufgeregten Tones fort; »aber eines möchte ich doch wissen —«

»Und was denn?«

»Nun ja, wegen des Bündnisses mit dem Satan!« gab Helena kurz zur Antwort.