Zuckerwastl wiegte sein Haupt hin und her und lächelte bitter; dann fuhr er mit dem Rücken seiner Hand über den Mund und sprach ein kurzes »Nein!«
»Wie töricht!« grollte der Gestrenge. »Willst du durstig an den Galgen?«
»Ist mir alles einerlei.«
»So sei vernünftig!« mahnte jener.
»Mag nicht!« war die kurze Antwort.
»So; und warum?«
»Ich will's Euch sagen. Euch liegt wenig daran, ob ich Wasser oder Wein saufe; Ihr wollt nur neue Vögel für den Käfig haben. He, Alter, das ist dein ganzer Plan! Nein, nein, aus meinem Munde sollst du nichts erfahren; da bin ich mir trotz aller Schlechtigkeit doch zu gut dazu, und es müßte wohl ein Teufel sein, der selbst in Euerer heißen Küche sitzend Euch den Braten in dieselbe jagen wollte. Bin mein Lebtag wenig nutz gewesen, aber da meine Lebensuhr auf zwölfe steht, will ich doch nicht zum schlechten Kerl werden. Sauf' deinen Wein nur selbst, du alter Gauner; mich aber laß in Ruhe!«
Der Oberschultheiß warf einen vernichtenden Blick auf den Sprechenden.
»Wir treffen uns,« knirschte er.