»Vielleicht am Galgen?« fragte Zuckerwastl und drehte sich auf die andere Seite, um zu schlafen.

»Ich mag Wein,« stotterte faul der Neunaugen aus einer andern Ecke.

Der Gestrenge wandte sich rasch nach ihm. »Und was kannst du mir dafür sagen? Weißt du Hexen?«

»Hexen? Hexen? Hm, also so etwas möchtest du wissen? Muß alles wahr sein, was ich dir sage? Ich hab' einmal gehört, ihr Herren wäret auch um Lügen froh, wenn sie euch in eueren Kram passen. Ich will Euch vorlügen, soviel Ihr wollt. Das ist doch gewiß so schön als Euer Anerbieten.«

»Ei, zu lügen brauchst du gerade nicht,« tadelte der Oberschultheiß. »Aber es ist auch nicht notwendig, daß du gewiß weißt, was du sagst. Wir Herren vom Gerichte wissen auch aus einem Verdachte etwas zu machen.«

»So, so,« gähnte der Neunaugen. »Was wisset Ihr denn daraus zu machen?«

»Esel,« schimpfte der Pappenheimer, »was man aus uns gemacht hat.«

»So!« grinste der Tölpel.

»Ich kratze dir die Augen aus, wenn du dein Maul dem gegenüber noch einmal aufmachest, alter Taugenichts!« eiferte Helena.