Der Oberschultheiß konnte sich eines leichten Lächelns nicht erwehren, als er diese Rede seines Nachbars hörte.
»Ihr seid ein glücklicher Mann,« sprach er, bedächtig mit dem Zeigefinger an seiner Kanne auf- und abfahrend. »Freilich, Ihr wißt kaum, was Sorgen heißen; aber ich kann davon erzählen.«
»Ja, ja, Euere Hexen, nicht wahr, lassen Euch nicht ruhig schlafen,« neckte der Spittlmeister.
Der Gestrenge sah ihn mit einem Blicke voll Erstaunen an.
»Was wißt Ihr?« fuhr er seinen Nachbar an.
Dem aber lachte der Schelm aus den Augen.
»Ei, ich weiß alles,« versetzte der Spittlmeister. »Wenn Ihr den ganzen Tag hinter Eueren Blutakten gesessen seid und kommt nach Hause, so schleichen Euch ein Dutzend Hexlein nach; und legt Ihr Euch zu Bette und vermeint schlafen zu können, so kommen sie über Euch im Traume und quälen Euch zum Lohn dafür, daß Ihr mit ihnen so unbarmherzig verfahret.«
Des Oberschultheißen Augen ruhten stechend auf dem Spittlmeister.
»Hört,« sprach er, »Euere Rede ist vermessen oder verdächtig.«