Mit hastigen Schritten ging er seiner Wohnung zu. War es der Wein oder die Aufregung oder der Rest von Gewissen, was ihn so unruhig machte?
In seiner Stube angekommen, zündete er ein Licht an und trat an seinen Schreibtisch.
»Spittlmeister,« sprach er, »wie konntest du wissen, daß mich die Hexen im Schlafe quälen? Alter, Alter, wir werden doch vielleicht noch guten Rat miteinander tauschen, vielleicht auch schlechten.«
Er setzte sich und schrieb.
»Der Spittlmeister am Dieterichertor ist angesichts dieses wegen dringenden Verdachtes der Gemeinschaft mit Hexen und Zauberern zu verhaften und in den Schneidturm abzuführen.«
Ein Diener trug den verhängnisvollen Zettel nach der Wachstube — in einer Stunde lag der Spittlmeister unter dem Dache des Schneidturmes.
Der Mond trat hinter aufsteigendes Gewölke und ein Stern nach dem andern löschte sein Licht aus.
Der Morgen dämmerte trüb und träge aus dem Osten herauf.