»Mein Fürst, verzeiht, Ihr seid hart. Wenn Ihr wüßtet, welche Flut von Leiden der Jesuit auf mich gehäuft, Ihr würdet mein Gefühl natürlich finden.«
»Natürlich, ja; doch christlich, nein! Ihr urteilt über Spee ganz irrig. Ihr wähnt, das Recht befände sich auf Euerer Seite, und jener irre; Ihr irret, und Pater Spee sagt Wahrheit.«
Der Oberschultheiß trat einen Schritt zurück. »Dann bleibt mir nichts mehr übrig, als Euerer Durchlaucht meine Stelle ehrerbietigst zu Füßen zu legen.«
Diese Worte waren mit einer vor Zorn und Ingrimm zitternden Stimme gesprochen.
»Gut!« antwortete der Fürst. »Ihr seid ein weiser Mann, Ihr gebt, ehe man von Euch verlangt.«
Der Gestrenge sah finster zu Boden.
»Also in Ungnaden entlassen,« murrte er halblaut. »Durchlaucht,« fuhr er mit erhobener Stimme fort, »Durchlaucht, das alles verdanke ich jenem Jesuiten!«
»Sprecht deutlich!«
»Der Spee hat mich bei Euch verdächtigt und mir die Sonne Euerer Gunst verdunkelt. Er hat mit seinem Worte Euch bestochen, Ihr solltet seiner Meinung sein, und mich stellt er als Mörder Eueres Volkes dar.«
»Weiter!«