»Mein fürstlich Wort lege ich in Euere Seele nieder,« sprach tiefbewegt der Fürstbischof, »daß Würzburg von nun an, solange Philipp Adolf hier das Zepter führt, nicht wieder unter jenen Greueln seufzen soll, die lange genug auf ihm gelastet. Mein Volk soll Gott erkennen und lieben lernen mehr und mehr, und seines Geistes Schwingen sollen frei sich erheben; die Nacht verschwindet, heller goldener Tag bricht an. Und einst, wann kommende Geschlechter dankend jene Stunde segnen, da hier der Bann des Hexenwahnes brach, so können sie dies nur, wenn sie auch dessen gedenken, der in unermüdlicher Liebe den Menschen Licht und Friede brachte, des wahrhaft edeln Jesuiten Friedrich Spee!«[Z]
Inhaltsverzeichnis
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| 1. | Fahrendes Volk | [5] |
| 2. | In stiller Zelle | [24] |
| 3. | Jahrmarkt | [35] |
| 4. | Eine Hexe | [50] |
| 5. | Ein blindes Kind — ein blinder Richter | [68] |
| 6. | Richterweisheit | [87] |
| 7. | Edle Menschen | [105] |
| 8. | Spürhunde | [129] |
| 9. | Der Jesuit im Gefängnis | [147] |
| 10. | Elsa und Edeltraut vor den Richtern | [163] |
| 11. | Der Richter im Gefängnisse | [181] |
| 12. | Das Elend und der Wahn wachsen | [198] |
| 13. | »Priester im Bunde des Satans« | [217] |
| 14. | Blutiges Morgenrot | [234] |
| 15. | Der Wahrheit Sieg | [256] |
Fußnoten:
[A] Eine der Hexerei angeschuldigte Frau wäre wegen ungenügenden Beweises freigesprochen worden, wenn sie nicht bei Pater Spee gewesen wäre. Sie hatte ihre Heimat verlassen, um sich mit dem Jesuiten zu beraten. »Dadurch legte sie ihre Schuld an den Tag und erlitt mit vollem Rechte die Todesstrafe.« Cautio criminalis. Dub. XXVIII.