Der zerbrochene Paulus hatte sich neben dem Neunaugen ins Gras gelegt und stierte unverwandten Blickes nach dem abendlichen Himmel empor, an dem ein Stern nach dem andern in mildem Lichte aufleuchtete.
»Bist gewaltig ernst und nachdenklich,« brach der Neunaugen das Schweigen; »willst vielleicht in den Sternen lesen, wann für dich Galgen und Rad gezimmert werden?«
»Nein!«
»Nun, was guckst du denn dann?«
»Verstehst es doch nicht, wenn ich es dir auch sagen wollte, windischer Kopf!«
»Meinst du? Käme erst auf eine Probe an. Wollt' ich doch meine Seligkeit an einen Krug Wein verwetten, ich wäre klüger geworden als mancher Ratsherr, wenn ich nicht zwischen den Stauden der Heide aufgewachsen wäre.«
»Mag sein! Weil dein Verstand nicht ganz gestorben zu sein scheint, so will ich dir also sagen, was ich gucke und mir dabei denke. Siehst du die Sterne?«
»Ei wohl!«
»Denkst du dir auch etwas über diesen Sternen?«
»Man sagt gewöhnlich, der Herrgott wohne dort.«