Später kam ein jüngerer sehr geleckter Abbé und rieb ewig rot gefrorene Hände.
Mein Vater war sehr aufmerksam gegen ihn und holte eigenhändig eine besondere Flasche hervor.
Die Generalin im Ton einer konversierenden Hoheit sprach von Musik.
„Ich habe gehört, daß Sie so musikalisch sind, Karl!“
„Jawohl,“ meinte der Vater recht jovial, „er hat mich einmal, als kleiner Bub, über eine Oper belehrt.“
— Freischütz — wußte ich sogleich und erkannte: „Keine Erniedrigung, keine Niederlage verschwindet aus einem Herzen. Wir alle sind verlorene Vorposten; von allen Seiten beschossen zittern wir hinter baufälligen Deckungen. Auch er! Er hat meinen kleinen Triumph nicht vergessen.“
„Ich adoriere die Musik,“ gestand die Generalin, „Mozart, Haydn und vor allem Liszt! Vor allem Liszt! Das war ein Mann! Mein Gott! Und dabei so fromm! Meine Mama war sehr intim mit ihm und der Wittgenstein.“
Der Geistliche schickte sich an, schmalmäulig eine Predigt über Politik zu halten.
„Die Zeiten wären schlecht,“ klagte er, „ein böses Ende drohe, wenn nicht in letzter Sekunde noch eine gepanzerte Faust dazwischen führe. Das Übel der Welt aber sei die Freimaurerei, die in ihrer neuen Form Sozialismus heißt. Beide Weltanschauungen seien aber nichts anderes, als wohlausgeklügelte, tiefdurchdachte Taktiken der Juden, die allesamt nur von zwei Beweggründen beherrscht würden: Die Weltmacht, die sie im Geheimen schon besäßen, öffentlich an sich zu reißen und Christus wieder zu kreuzigen!