Mit dem letzteren aber ist es so bestellt! Die Juden sind die ewigen Feinde des Heilands. Ihr Volkstum ist mehr als eine physische und geistige Gleichartigkeit, es ist ein Geheimbund der Rache an dem Erlöser. Den irdischen Leib Christi haben sie zur Zeit des Kaisers Augustus getötet und in unseren Tagen bieten sie ihren Heerbann, die unmündigen und verführten Arbeiterscharen auf, den himmlischen Leib Christi, die Kirche zu vernichten.“
Mich ärgerten die Worte, Blicke, Gesten dieses Spitznäsigen.
Ich fragte, warum denn, wenn schon der Jude der Antichrist wäre, die Kirche seines Kults, seiner Mythologie und Geschichte nicht entraten könne, und ob denn diese Kirche nicht von Juden geschaffen worden sei und allein von ihnen, mit Ausnahme der hellenischen Einflüsse, ihre Form empfangen habe!? Ich für meinen Teil hätte unter Juden immer die herrlichsten Menschen gefunden.
Meine Worte wirkten wie eine Kriegserklärung. Der Pfaffe verdrehte die Augen, die Generalin bekam einen asthmatischen Hustenanfall und mein Vater, den besonders die Worte „Mythologie“ und „hellenisch“ ärgerten, schrie mich an: „Ein Offizier hat mit keinem Juden zu verkehren!“
Ich war gründlich abgefallen.
Das Wort „Abtreten“, von fernher schnarrte es durch meine Seele.
Man schwieg.
Endlich fragte mich die Generalin, meine Stiefmutter, kalt:
„Können Sie Bridge spielen?“