Im Pferdestalle standen zwei Schimmel, ein Fuchs und ein Rappe. Unter ihnen herum hüpften weiße und schwarze Kaninchen. Der Esel war nicht zu Hause, sondern in der Mühle.

Besondere Freude machte mir der Kuhstall. Hier brummte mich ein großer Ochse ganz mürrisch an. Gegen zwanzig Kühe fraßen eben ihr Heu. Zwischen ihnen lagen einige Kälber. Neben der Thür meckerten zwei Ziegenböcke und aus einem Winkel hervor grunzte ein altes Schwein mit sieben Ferkeln.

Alle diese Thiere sah ich an einem Tage und sie haben mir sehr viel Vergnügen bereitet.“

3. Im Walde.

(Thiere des Waldes.)

Welch ein fröhliches Leben ist doch im Frühlinge unter den Thieren des Waldes! Tausende von Würmern und Käfern kriechen unter dem Moose hervor. Große und kleine Ameisen laufen an den Baumstämmen hinauf. Bunte Schmetterlinge flattern von einem Haideblümchen zum andern. Die Eidechsen, Blindschleichen und Ottern erwachen und schlüpfen auf dem Boden dahin. In dem Gebüsche ertönen die Lieder der Nachtigall, Grasmücke, Meise und des Rothkehlchens. Auf den Gipfeln der Fichten und Tannen schlägt der Finke, pfeifen Amsel und Drossel, girrt die wilde Taube. Mitten hindurch ruft der Kukuk seinen Namen in die Welt hinein.

Hier hüpft ein Häslein schnell vorüber, weil es einen Fuchs wittert. Dort nagt ein Reh an einer jungen Birke. Zuweilen tritt auch wol ein Hirsch aus dem Dickicht hervor.

Ueber dem Waldbächlein spielen die Mücken und schweben die glänzenden Libellen. Blickt man in die klaren Wellen hinein, sieht man Schmerlen und Forellen in lustigem Tanze. An dem feuchten Ufer kriecht hier und da eine Schnecke und an dem Erlengebüsche blitzen goldene Laubkäfer im Sonnenscheine.

Was für ein Leben mag nun erst in den Wäldern der heißen Länder sein, wo die Löwen, Tiger, Panther und Leoparden brüllen, die Elephanten auf den Lichtungen grasen, Paviane, Schimpansen, Brüllaffen, Uistitis und Meerkatzen auf den schlanken Palmen sich wiegen, Papageien und Kakadus kreischen und riesige Schlangen auf Beute lauern.

4. Der Jahrmarkt.