10. Der Christbaum.

(Desgl. Umstandswort.)

Clemens schrieb kurz nach dem Weihnachtsfeste an seine kleinen Vettern in Reichenbach und Chemnitz. An den einen berichtete er Folgendes über den Christbaum:

Der Christbaum stand mitten in der Stube auf dem Tische. Er war oben und unten auf das prächtigste geschmückt.

Hier und da blitzten lange Perlenschnuren. Links und rechts flatterten goldene Fähnchen an den Zweigen. Silberpapierne Vögelchen schwebten vermittelst dünner Gummifädchen rückwärts und vorwärts. Eine Menge allerliebster Engel schienen innen und außen auf- und nieder zu steigen.

Inmitten der blitzenden Krone hing ein großer Ruprecht. Er trug hinten und vorn einen Sack. Mit der Rechten bewegte er eine lange Ruthe hin und her. Mit der Linken zeigte er bald aufwärts, bald abwärts.

Hier und dort erblickte man auch vergoldete Schäfchen. Wol an dreißig brennende Kerzen sendeten ihre Strahlen nach den großen Pfeilerspiegeln hinüber und herüber. Und so war das ganze Zimmer bis in alle Ecken und Winkel festlich erleuchtet.

11. Der Kranke.

(Zwei Zeitbestimmungen.)

„Wie geht es Deinem kranken Bruder?“ So fragte Paul den ihm begegnenden Moritz.