So wanderten die Aermsten zum Verkaufe oder zum Verschenken aus ihrem Paradiese hinaus. Die Freiheit und den grünen Wald sah keiner der Unglücklichen wieder. Lebenslänglicher Kerker oder ein elender Tod ward ihr Loos.

Zum Glück und zur Freude aller Gutgesinnten legte man endlich den bösen Knaben ihr gottloses Treiben. Sie wurden eingezogen, verhört, verurtheilt und auf zwei Jahre in eine Strafanstalt abgeführt.

Zu ihrem eigenen Heile kehrten sie aus dieser Anstalt nach überstandner Buße als gebesserte, gute und brauchbare Menschen zurück.

19. Die Luft.

(Fortsetzung.)

Die Luft besteht aus Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlensäure. Stickstoff und Sauerstoff sind in großer Menge in ihr vorhanden.

Viele Merkmale und Eigenschaften hat sie mit andern Körpern gemein. Sie ist undurchdringlich, durchsichtig, schwer und elastisch. Sie nimmt verschiedene Grade der Kälte und der Wärme an. Deshalb berührt sie uns zuweilen heiß, warm, lau, kalt, sogar eisig kalt.

Die Luft durchdringt die winzigsten Zellen der Thierkörper und der Pflanzen. Sie findet sich ebensowohl in der Tiefe des Meeres als im Innern des größten Felsenberges. Für alles Leben und Gedeihen ist sie die erste Bedingung.

Ihre Bewegungen und Strömungen sind stets wechselnder Natur. Als lindes Säuseln weht sie durch Hain und Flur. Als scharfer Zug pfeift sie durch Fenster und Thüren. Aehrenfelder, einzelne Baumgipfel und ganze Wälder bewegt der Wind.

Er setzt die Windmühle und die Segelschiffe in Bewegung. Er trägt den leichten Drachen und die schwere Wolke. Pfeifend und heulend saust er als Sturm daher. Als Orkan richtet er in Obstgärten, in Wäldern, auf dem Meere, in Dörfern und Städten oft gewaltige Verheerungen an.