aa) Stoff, Ursache, Erkenntnißgrund.
112. Die Fledermaus.
Die Fledermaus erkennt man daran als Säugethier, daß sie lebendige Junge erzeugt. Da sie aber fliegen kann, rechnet sie mancher Unwissende zu den Vögeln. Indem ihre Füße mit den Flügeln verbunden sind, kann sie nicht gut sitzen. Auf das Laufen muß sie fast ganz verzichten, weil sie eigentlich gar keine Gehwerkzeuge besitzt.
Da sie sich meist von nächtlich schwärmenden Insekten nährt, beginnt sie zur Dämmerzeit ihre Jagd. Woraus ihre Nahrung besteht, daraus besteht auch das Mahl der Nachtschwalbe.
Die Fledermaus gewinnt dadurch etwas Unheimliches, daß sie fast stets in einem Kreise umherfliegt. Besonders häufig zeigt sie sich in den Gehöften, weil sie dort jedenfalls reiche Beute findet. Wenn sie gefangen wird, stößt sie kläglich pfiepende Töne aus.
Mancher Landmann will danach das Wetter bestimmen, ob sie hoch fliegt oder nicht.
Da sie im Winter keine Nahrung finden würde, verschläft sie denselben. Zu diesem Zwecke sucht sie oft die Gemäuer der Thürme auf, weil sie hier Schutz vor den Winterstürmen findet.
bb) Beweggrund, Zweck, Ziel.
113. Mutterliebe.
Um ihr Kindlein groß zu ziehen, bringt eine Mutter unzählige Opfer. Damit es körperlich gedeihe, reicht sie ihm wohlgewählte Nahrung. Ihr Auge wacht mit ängstlicher Sorgfalt, daß ihm kein Unfall zustoße. Um es vor Gefahren zu behüten, warnt sie es bei jeder Gelegenheit.