Die Schüler beantworteten diese Fragen und fast alle hatten die richtige Lösung gefunden.

40. Eine schreckliche Zeit.

(Unbestimmte Fürwörter.)

Noch im vorigen Jahrhunderte glaubte man, daß Jeder, der rothe, entzündete Augen habe, mit bösen Geistern in Verbindung stehe. Jedermann erkannte es darum auch für Recht, daß solche Menschen beseitigt würden. Man verbrannte sie daher öffentlich auf Scheiterhaufen. Niemand hatte Mitleid mit einem solchen unglücklichen Opfer. Ja, ließ irgend Jemand merken, daß er Bedauern fühle, kam er in Gefahr, für einen gehalten zu werden, der mit dem Bösen auch etwas zu thun habe. Wurde eine oder einer von diesen armen krankäugigen Menschen verbrannt, so veranlaßte dies sogar eine Art Volksfest. Man hörte wol gar, wie der und jener jubelte, wenn die Flammen über dem Unschuldigen zusammenschlugen. Schließlich wurde die Asche des Verbrannten in alle Winde zerstreut, damit nichts mehr an ihn erinnere.

Gewiß dankt ein Jeder und eine Jede unter uns Gott, daß die Zeiten, da so etwas geschehen konnte, vorüber sind.

41. Ein Brief.

(Wiederholung der Fürwörter.)

Lieber Freund!

Deinen letzten Brief habe ich drei Tage später erhalten, als Du ihn geschrieben hast. Er ist bei meiner Tante liegen geblieben. Sie hatte denselben aus Versehen mit in ihre Papiere verpackt.

Dein Portrait, welches Du mir in dem Briefe beigelegt hast, gefällt mir und meinen Geschwistern sehr. Es ist ganz Dein Ebenbild. Dieser und jener, dem wir es zeigten, meinte freilich, es läge etwas in den Zügen, was man bei Dir nicht fände. Unser Papa aber sagte, das sei der Ernst, welcher sich fast auf allen Photographien ausgeprägt finde, und es werde Niemand ein besseres Bild von Dir und insbesondere von Deinen Gesichtszügen herstellen können.