So ist jedes Haus in der Stadt heute ein Freudentempel. Das selige Jauchzen aus den Familienkreisen steigt preisend zum Himmel hinauf.

82. Die Zigeunerkinder.

(Zwei Beifügungen vor dem Subject.)

Eines Tages ging mein lieber Vater mit mir in einen Wald, erzählte Felix. In dem Walde lagerten mehrere erwachsene Zigeuner. Ihre sechs Kinder hüpften um sie her. Drei mächtige Buchen wölbten ihre Aeste über den Fremdlingen zu einem Dache.

„Diese bunte Gruppe kann einem Maler Stoff zu einem Bilde geben,“ sagte der Vater. „Jener dicke Junge dort ist ein Prachtbursche. Seine dunklen Augen funkeln wie Sterne. Sein blendendweißes Gebiß gleicht einer Perlenschnur. Und nun sein sonnverbranntes Gesicht! Diese braune Gesichtsfarbe vollendet seine Schönheit.

Aber auch jenes kleine Mädchen dort gefällt mir. Sein pechschwarzes Haar sieht reizend aus. Solche volle Zöpfe sind unter unsern Kindern etwas Seltenes. Und wieder diese strahlenden Augen! Sind diese rollenden Augen nicht eine Pracht?

Und wie kräftig sind alle diese Kinder gebaut! Dein schwächliches Brüderchen daheim würde sich unter dem Zigeunervölkchen sonderbar ausnehmen. Selbst unsere sechsjährige Emma würde noch bedeutend abstechen.

Unsere deutschen Kinder führen freilich auch kein solches Naturleben, wie diese hier. Diese ihre gekünstelte Lebensweise thut ihrer Körperentwickelung manchen Eintrag. Trotzdem aber geht ihr aufrichtiger Wunsch gewiß nicht dahin, ein Zigeunerkind zu sein.“

83. Das Grab der Mutter.

(Eine Doppelbeifügung nach dem Subject.)