Alle sind sie zusammengelaufen: der Gendarm und der Schullehrer und der Dorfschulze, die Bauern und die Knechte. Sie alle jammern: »Ist der Jachl verbrannt? Wo ist Jachl?« -- Der Ohm sorgt nicht um sein bißchen Hab und Gut; nur an den Jungen denkt er. --

»Ja--a--chl!«

Endlich macht sich Jachl auf den Rückweg. Ganz behutsam schleicht er heran --

Wenn sie ihn nur nicht gleich sehen! -- --

Es ist geschehen!

Des Müllers Knecht hatte die besten Augen. --

»Halloh -- halloh -- --«

Der Ohm weint, weint wie ein kleines Kind. Er hört gar nicht auf zu schluchzen. Den Stock haben nur die Nachbarn bei der Hand. »Der verfluchte Bengel!« hört sich Jachl nennen. »Brandstifter!« ruft eine andere Stimme. »Unglückswurm -- von Gott Verlassener!«

Jachl rührt sich nicht; er weiß nicht, was das ist: »Brandstifter« und »von Gott Verlassener«. Dicht zum Ohm hat er sich gestellt; vermutlich -- er ahnt es dunkel -- wird der es nicht erlauben, daß die andern zu toll losschlagen. Püffe und Stöße hageln aber doch reichlich auf ihn nieder. --

Endlich steht der Sünder schluchzend allein neben den Mauerresten im Rauch. Jachls Tränen gelten nicht so sehr den Püffen, als der verworrenen Ahnung des Unheils, das er angerichtet hat. Alles, was der Ohm und er besessen und lieb gehabt haben, sieht er verdorben. Das meiste ist verbrannt. --