In die Stadt hinabgestiegen, besuchten wir die Ulu-Djami, d. i. die große, wie sie vor allen anderen heißt. Drei Geschlechter, Murad I., Bajasid I. und Mohamed I., haben sie gebaut. Es war die erste Moschee, deren Inneres ich sah, und mir, wie es überspannten Erwartungen unvermeidlich ist, eine Enttäuschung. Warum? — ich weiß es nicht; aber meine Phantasie hatte sich Alles größer und prachtvoller vorgestellt als unsere Kirchen sind. Statt dessen fand ich nichts, was nicht von den Domen der romanischen, gothischen, toskanischen und lombardischen Architektur übertroffen würde. Zwanzig Kuppeln in ein Quadrat zusammengestellt ruhen auf dicken viereckigen Pfeilern. Was diese dem Baue noch von Leichtigkeit lassen, nimmt die abscheuliche Malerei, womit die Wände übertüncht sind. Wo sie nicht riesige Schriftzüge hingezeichnet hat, die in dieser Größe und schwarz auf weißem Grunde bedrohlich wie Schlangenwindungen aussehen, sind es Draperien im Style der Fenstergardinen aus der sogenannten Kaiserzeit. Jede Thüre, jeder Bogen, jedes Fenster hat so seine eigenen Vorhänge. Es ist das Unübertrefflichste des Ungeschmackes, das auch den wohlgeformtesten Bau entstellen müßte, und an diesem gefiel mir eigentlich nur der Einfall, die Mittelkuppel, die zwanzigste, ohne Wölbung und offen zu lassen, und darunter einen plätschernden Springbrunnen und ein Wasserbecken so groß wie das ganze Quadrat anzulegen. Sogar Fische leben darinnen; das bringt frische Luft in den Raum, der sonst moderig wie unsere Kirchen wäre. Es ist der glückliche Natursinn des Orientalen, der das erfunden hat. Er weiß, daß kein Kunstwerk so schön gebildet sein kann, daß es nicht durch die Beimischung der natürlichen Gaben noch verbessert würde. An der Form des Baues störte mich, daß sie gleichseitig und daß ihm daher die Tiefe fehle. Diese ist der Moschee wie unserer Kirche nothwendig, weil beide einen Punkt haben, dem sich die Aufmerksamkeit besonders zuwenden soll und dorthin die Augen eher durch die Richtung der Mauern als durch das Kennzeichen des Altars oder des Mihrab gelenkt werden. Uebrigens ist es nicht blos dieser praktische Grund, auch nicht die Anhänglichkeit an die Gewohnheit allein, die mich solche Forderung stellen lassen. Von jedem Baue begehre ich, daß mir schon der Anblick den Zweck und die Bedeutung verrathe. Beim Gotteshause sind diese das Gebet und die Gottesverehrung, und wird sie die weitere Entfernung, die ehrwürdig zwischen dem Eingange und dem Hochaltare, wie ja auch zwischen uns und unseren höchsten Idealen liegt, am deutlichsten ausprägen. Wo solche Verständlichkeit einem Gebäude fehlt, werde ich es auch als ein verfehltes tadeln.

Wir Fremde hatten Ueberschuhe angezogen; ein einheimischer Grieche aber, der mit uns ging, wies die Babuschen, welche ihm unsere Kawassen, die ein ganzes Bündel solcher leichter Lederpantoffeln eingekauft hatten, anboten, zurück und patschte in der Einbildung seiner christlichen Ueberlegenheit mit seinen schmutzigen Stiefeln auf die reinen Strohmatten und Teppiche, die der Mohammedaner nur mit abgezogenen Schuhen betritt, weil er bei seinen Gebeten den Boden mit dem Munde und mit der Stirne küßt. Mich juckte die Hand, dem übermüthigen Kerle eine Ohrfeige ins Gesicht zu schlagen. Ist mir jede Rohheit verhaßt, so ist mir doch diejenige die verhaßteste, welche sich gegen den Glauben der Andersgläubigen kehrt. Ich trage über Gott und die Welt meine ganz besonderen Ansichten in mir, habe aber nur Achtung für die der Anderen, wie einfältig und kindisch sie mir auch erscheinen mögen. Das Factum, daß sie sind und einem bekümmerten Gemüthe Trost und Befriedigung gewähren, genügt, um sie als existenzberechtigt meiner Duldung zu empfehlen. Ich habe die Bildung nie erreicht, welche verächtlich auf den Fetischanbeter herabsieht, weil er Hilfe oder Strafe von einem Holzklotze hofft oder fürchtet. Was bürgt uns denn, daß über tausend Jahren die Zukunftstheologen nicht ebenso verächtlich auf unsere Religionen herabblicken werden, wie die heutigen auf die Götzendienste der Griechen und Römer? In Athen und in Rom glaubte sich die damalige Menschheit dem Himmel gewiß nicht ferner, als in Berlin und Paris sich die heutige hinaufgestiegen wähnt.

Christliche Ungezogenheiten gleich der, welche vor uns gespielt hatte, kommen im Oriente täglich vor. Kann man sich danach wundern, wenn dem Türken, wie sehr auch die Duldsamkeit seiner Natur und Religion eingebürgert ist, doch manchmal der Faden reißt und er solch Ungezogene zur Thüre hinauswirft, dem Fremden überhaupt aber sie versperrt? Würde der deutsche Bürger es dem Lümmel anders thun, der ihm in seiner Staatsstube die kothigen Stiefel auf das sammetne Canapee legte? Und katholische oder protestantische Christen würden sie den Mohammedaner, der in der Kirche das Fezz oder den Turban aufbehielte, bei ihrem Gottesdienste dulden? Und doch hat die eine Sitte so viele Berechtigung als die andere, ja das Niederwerfen und das Bodenküssen scheint mir bedeutungsvoller, als das Hutabziehen vor dem lieben Herrgott. Hier läßt der Mohammedaner den Europäer mit dem Hute auf dem Kopfe in seiner Moschee herumgehen; er begehrt nicht, daß der Fremde niederfalle und den Boden küsse, und einem fremden Glauben mit fremden Zeichen lügenhafte Verehrung heuchle, er begehrt nur, daß ihm die Stelle, die er mit seinen Lippen berühren muß, nicht verunreinigt werde. Ob wir dem Muselmanne so viel zugestehen, und ob ihn nicht, wenn ihn die Nachsicht des Küsters in die Kirche eingelassen hätte, das ungezogene Erstaunen unseres Pöbels daraus verdrängen würde, ist eine Frage, die ich zur Wahrung christlicher Ueberlegenheit lieber nicht auf die Probe gestellt sehen möchte. Wenn im Oriente ganze Städte, auch ganze Provinzen, wo Jahrzehnte lang Griechen, Armenier und alle übrigen Christen in Frieden neben den Mohammedanern gearbeitet und geschlafen haben, mächtig und reich geworden sind, plötzlich vom Christenhasse erregt werden, so ist die erste Veranlassung nur selten beim Türken zu finden, gewöhnlich irgend ein bübischer Streich jenes sonderbaren Geistes, der die Religion, welche ursprünglich das eifrigste Bekenntniß der Liebe und Demuth gewesen war, in eine Parteileidenschaft des Hochmuths verwandelt hat. Es ist ein Zeichen der Verderbtheit, welche ich dem Menschen angeboren glaube, daß er nichts berühren kann, ohne es nicht auch zu beflecken; das ist der Fluch der Erbsünde, der an unseren Händen haftet. So ist auch der Gedanke gut und rein nur in dem Augenblicke seiner Empfängniß; da gehört er noch Gott an, dem er entstammt, kaum aber für diese Welt geboren und in der Berührung mit neuen Generationen gealtert, wird er seinem Ursprunge und seiner Absicht immer mehr entfremdet.

Jeschil-Djami, d. i. die grüne, welche Mohammed I. ziemlich außerhalb der Stadt und auf einem Hügel gebaut hat, war die nächste, welche wir besuchten, und nach der Enttäuschung der Ulu-Djami eine doppelte erfreuliche Ueberraschung. Von innen und außen bildet sie ein köstliches Kleinod mohammedanischen Baustyls. Nicht groß, eher klein, ist ihr Rauminhalt nicht viel mehr, als der einer Capelle. Vor ihr stehen uralte verwitterte Platanen, und zwischen den Stämmen durch sieht das Auge den östlichen Theil des Brussaer Thales. Das Material des Baues ist größtentheils Marmor; die Einfassung, die an jedem Fenster und an der Thüre verschieden ist, sind Arabesken und Schriftzüge, wie in den Stein damascirt, so wenig erhaben und so deutlich. Im Inneren sind drei Kuppeln in einer Linie nebeneinander und, um die Richtung gegen Osten zu markiren, eine vierte vor die mittlere gestellt, so daß man beim einzigen Eingange eintretend und unter der Mittelkuppel stehen bleibend auf jeder Seite und auch vor sich eine Capelle hat. Daß der Boden unter der mittleren Kuppel tiefer als unter den umliegenden sei, ward erst vor wenigen Tagen entdeckt. Aus dem Schutte, der ihn den anderen Abtheilungen gleich gemacht hatte, kam ein Marmorbrunnen in den Formen der Renaissance heraus und so wohl erhalten, daß er gleich wieder frisches Wasser gab.

Die Restauration des Baues, der vom Erdbeben stark gelitten hat, ist von Achmed Veffick Effendi angeordnet. Nach und nach, so will es wenigstens sein Plan, soll dasselbe an allen hiesigen Moscheen geschehen, und wird dazu bei jeder derselbe Geschmack und dieselbe Freigebigkeit verwendet werden, so wird Brussa um seiner Moscheen nicht weniger sehenswerth, als um die Schönheit seiner Gegend willen sein. Ich habe kaum irgendwo sonst eine Restaurirung glücklicher projectirt und ausgeführt gesehen, das Ganze entsprechend dem Grundgedanken und jedes Einzelne in Uebereinstimmung mit diesem Ganzen. Nach dem Vielen, was ich von türkischer Unfähigkeit gehört, überraschte mich das nicht wenig. Ich frug nach dem Baumeister. Man stellte mir einen Italiener vor; der Mann erschien jung, aber reich begabt mit dem besonderen Talente, welches seinem Volke für alle bildenden Künste eigenthümlich ist. Er lobte mir die Arbeiter, sie seien genau und folgsam. Allmälig kamen wir auch auf den Bauplan zu sprechen; den habe nicht er eigentlich gemacht. Achmed Veffick Effendi habe namhaften Gelehrten seine Ideen mitgetheilt, die hätten sie zusammengestellt, er in die Pläne wieder hineincorrigirt und so sei das entstanden, was wir nun vor uns sähen. Um jede Kleinigkeit kümmere sich Achmed Veffick Effendi; Jeden, der ihm verständig erscheine, ziehe er darüber zu Rathe, und seine Entscheidungen bewiesen dann eben so viel angebornes Urtheil, als kluge Verwerthung des in Europa Gesehenen. So sei die Idee, das einfallende Licht verschiedenartig zu färben, die so gut zu dem Reichthume der orientalischen Bauformen paßt, ganz sein Eigenthum. Es ist nämlich jede Abtheilung des inneren Raumes in anderen Farben gehalten, unten gemalt und mit Porzellantafeln inkrustirt und oben in der Kuppel durch bunte Scheiben erleuchtet; der Mittelbau weiß, der rechtsseitige grün, der linke orange und der östliche, wo der Mihrab und Minber stehen, roth. Dasselbe anmuthige Spiel wird mit dem Lichte in den Logen des Sultans und seiner Frauen getrieben, die über dem Eingange in der Höhe eines ersten Stockwerkes liegen. Sie sind mit jenen prachtvollen Porzellanplatten austapezirt, deren Fabricationsmethode erst kürzlich wieder entdeckt worden ist. Ebenso geziert sind die zwei anderen, die unten zu beiden Seiten der Thüre, ich möchte sie Parterrelogen nennen, einige Stufen höher, als der Boden angebracht sind. Ein Türke, der zufällig darinnen saß, den Arm auf die durchbrochene Porzellanbrüstung gelegt, fügte sich in das Bild, wie die künstlerisch gewählte Staffage in die Composition eines Malers.

Hinter der Djami liegt das Grabmal Mohammed I., ein achteckiger Tempel. Vom Erdbeben gewaltig zerstört und noch in der ersten Restauration begriffen, zeigte uns das Aeußere nicht mehr als Ruinen und das Innere Bretterwände, die schützend gegen den Staub und die Arbeiter um die Särge des Sultans und seiner Familie geschlagen sind.

Noch weiter von der Stadt und noch schöner gelegen sind Moschee und Grab Sultan Bajasid I. Das Erdbeben hat sie am ärgsten getroffen. Wie bei allen Moscheen hat es die Minarete geknickt, daß sie gleich geköpften Lilienstengeln aufragen, hier aber auch aus den Wölbungen ganze Blöcke herabgeworfen, daß der blaue Himmel in die verödeten Räume herabsieht. Die heilende Hand hat noch nichts berührt; Herrliches kann wieder hergestellt werden. Die Moschee hat einen Porticus aus weißem Marmor in sarazenischen Formen von solcher Einfachheit, aber so großer Mächtigkeit, daß mein Geschmack sie dessenwegen die schönste von Brussa nennt. Der innere Plan gleicht, wenn erst alle späteren Zwischenwände durchgebrochen sein werden, in so manchem der Jeschil-Djami, daß ich auch hier den ursprünglichen Boden des Mittelbaues wie dort tiefer und einen Brunnen darinnen liegend vermuthe.

Im Westen der Stadt, eigentlich in der Vorstadt, ist die Muradje, d. i. die Djami Murad II. und die zehn Grabcapellen seiner Familie. Die Moschee steht auf einer Terrasse erhöht über einem großen Platze. Prachtvolle Cypressen, durch Alter, Größe und Verknorpelung ihrer Stämme die schönsten, die ich gesehen habe, sind davor auf der Terrasse. Die Vorhalle, die zu dem Haupteingange führt, ist aus fünf luftigen Rundbogen und breiten Gewölben so machtvoll gebildet, daß von dem hinteren Theile des Baues nur die Kuppel darüber emporragt. Dieser Porticus mahnt mich an die Feldherrnhalle zu München; der Vergleich enthüllt mir aber auch endlich die Fehler jenes Gärtnerischen Baues, von denen ich immer gehört, die ich aber nie hatte begreifen wollen. Jetzt erkenne ich ihn neben der harmonischen Vollendung des türkischen Kunstwerkes schuldig der Anmaßung in der Absicht und kleinlich in dem, was er geworden ist. Aber so steht in allen bildenden Künsten die Neuzeit neben der Vergangenheit, nicht blos erfindungsarm, auch unvermögend in der Nachahmung und selbst mit türkischer Vergangenheit nicht zu vergleichen. Die Gräber sind neben der Moschee, von dem Platze in einem Hofe abgeschlossen. Ein kuppelgedecktes Thor führt zwischen den hohen Umfassungsmauern hinein; es ist ein Garten lauschig und still, kühl und wohlriechend, wie sie der Koran denen verspricht „so da glauben und das Gute thun“. Große Platanen, größer als die größten, die ich bisher gesehen, beschatten die grünen Wiesen, und blasse Rosen färben und umduften Alles, was ihren Ranken Wände und Stämme bietet; Nachtigallen singen und wiegen sich in den Zweigen, und fromme Männer mit ehrwürdigen Bärten, in langwallenden Kaftanen tragen andächtigen Jünglingen die Lehren des Korans vor. Zwischen den Bäumen und Büschen stehen die Mausoleen, ihre Thüren weit geöffnet, wie die Tempel geheimnißvoller Grade bereit, die Geprüften und Müden zu den seligen Freuden zu empfangen, die sie sich im Kampfe mit dem Leben verdient haben. So gebettet, wenn das Grab selbst schon mit den Reizen der anderen Welt geschmückt ist, wo bleiben denn dann die Schrecken des Todes?

Gleich das erste nach dem Thore, wenn man von Mudania in Brussa einzieht, ist dieser Platz der Muradje; die grünen Hänge und Schluchten des Olymps steigen so nahe hinter ihr empor, daß man sie zu ihrem Gräbergarten gehörig glauben könnte. Auf dem Platze vor ihr war das zerlumpte Zelt eines Kaffeegi aufgeschlagen, eine malerische Staffage, die in den Skizzen, welche meine Freunde versuchten, nicht wegbleiben durfte. Sonst war er leer. Ab und zu sammelte sich in den Stunden, die wir dort lagerten, eine gaffende aber niemals unfreundliche Menge um uns. Selbst die Schuljugend war weniger muthwillig, als das sonst ihre Art. Indeß die Anderen mit dem Bleistifte beschäftigt waren, machte ich mir mit der näheren Besichtigung der Gebäude zu thun. Auch diese Moschee ist durch die Folgen des Erdbebens dem kirchlichen Dienste unbrauchbar geworden. Achmed Veffick Effendi ließ eben in der Vorhalle die Gerüste zu den Restaurationsarbeiten aufschlagen. Eines der Gräber ist schon hergestellt; Pracht der Farben, der Steine, des Porzellans und schöner Schriftzüge ist daran auf das großartigste verwendet. An den anderen sah ich, daß bei diesen Bauten nicht blos zu flicken ist, was die Gewalt der Elemente zerstört hat, daß auch weggeräumt werden muß, was der Ungeschmack des vorigen Jahrhunderts, das der Türkei wie unseren Ländern den Zopf angehängt hatte, über das Werk einer früheren Zeit geklext hat. In allen fand ich dieselbe Tünche und dieselbe Malerei, wie sie die Ulu-Djami entstellt. Betrachte ich die Bemühungen, die hier an diesem einzigen Orte in dieser Richtung thätig sind, und erinnere ich mich an den Tadel, der bei uns von dem Verfalle der türkischen Kunstdenkmale erzählt, so fühle ich mich unwillkürlich verpflichtet nach dem zu fragen, was denn z. B. das Kaiserthum Oesterreich für die Restaurirung seiner kirchlichen Bauten gethan habe? Ich finde unter den vielen, denen sie nothwendig wäre, nur den Stephansdom in Wien und die Marcuskirche zu Venedig, die von einer helfenden Künstlerhand berührt worden sind. Das nur jenen Leuten zur Entgegnung, welche die Türkei immer mit Vergleichen richten.

An den äußeren Mauern dieser Grabcapellen ist das Baumaterial nackt gelassen. Es sind feste gelbe Kalksteine, abwechselnd mit größeren schwarzen vulcanischen Blöcken zwischen die vorstehenden Kanten rother Ziegel gemauert. Ab und zu unterbrechen diese Zeichnung sechs- und achteckige Figuren durch Ziegel geformt, zwischen welche ein mit Kiesel gemengter Kalk gelegt ist. Oben, unter den vorspringenden Dächern, schließen bunte verglaste Ziegeltafeln friesartig die Mauern ab. Der innere Aufbau gefiel mir besonders bei dem Thore, das in den Gräbergarten führt. Es ist eine viereckige Halle, gekrönt durch einen Tambour und eine hohe Kuppel; den Tambour tragen große Postamente, die in die vier Ecken geschoben sind. Sie sind stalaktitartig wie aus einer Menge kleiner Postamente gebildet. Im Friese sind neben runden Arabesken dreieckige Körper zu Verzierungen gruppirt, die mir vorzüglich wirkungsvoll erfunden und leicht für unsere moderne Bauweise brauchbar erscheinen.