[22] Myopotamus Coypus.

[23] Erst später erhielt ich aus den Sessionsberichten der Academie in Santjago eine Abhandlung von Domeyko, worin derselbe eine Analyse des Wassers veröffentlicht und zugleich einige Notizen über dasselbe giebt. Diesen Berichten ist ein weiterer beigefügt von Dr. Veillon über die Wirksamkeit des Wassers. Da diese Mittheilungen ziemlich das Gegentheil von dem enthalten, was ich oben ausgesprochen habe, so erwähne ich ihrer nachträglich, weil mein Zweck bei allen meinen wissenschaftlichen Arbeiten sowohl wie bei den vorliegenden Skizzen der ist, die Wahrheit zu geben nach Kräften. Veillon giebt glückliche Erfolge an, die er mit dem Wasser bei verschiedenen Krankheiten erhalten hat, welchen ich nicht widersprechen kann, wenn sie vielleicht gleichwohl in die Reihe derjenigen zu setzen sind, welche man häufig auch bei uns in ähnlichen Fällen beobachtet hat. Beim Gebrauche von solchen Bädern sind der Glaube, die veränderte Lebensweise und ein wenig guter Wille mächtige Agentien. Domeyko indessen hat das Wasser analysirt, und die Arbeiten dieses tüchtigen Chemikers verdienen alles Vertrauen. In dem zum Trinken benützten Wasser fand er auf 1000 Theile Wasser:

Chlor calcium2.165
Chlor natrium1.177
Chlor magnesium0.034
Schwefelsauren Kalk0.052
Thonerde und Eisen0.020
Kieselerde0.035
Organische SubstanzSpur
———
3.483

Domeyko fand Spuren von Jod und Brom im Wasser, aber Kupfer konnte er in keiner der Quellen finden. Die qualitative Zusammensetzung der Wasser ist gleich, sie variiren nur in quantitativer Beziehung.

Domeyko sagt ferner: El aqua de Apoquindo es clara, cristalina, sin olor, de un sabor mui desagradable, dificil de describir etc., d. h. das Wasser von Apoquindo ist klar, kristallhell, ohne Geruch und von einem höchst unangenehmen, schwer zu beschreibenden Geschmacke. Hierzu habe ich nur zu bemerken, daß jene Quelle, welche mir als kupferhaltig bezeichnet wurde, allerdings einen eigenthümlichen üblen Geschmack besaß, die anderen Quellen aber, und eben so die Trinkquelle, sich nach meinem Dafürhalten im Geschmacke nicht von jedem andern guten Brunnenwasser unterschieden.

[24] In Chile nämlich. In Europa giebt es natürlich reizendere Damen und ohne Zweifel auch schauderhaftere alte Weiber jeden Alters und Geschlechts.

[25] Sie war in Chile nie sehr im Gebrauche. Mir scheint, als bethätige sich hier, was ich oben bei Brasilien über die Sklaverei ausgesprochen. In Chile, wo der Weiße arbeiten kann, war die Sklaverei nie sehr im Schwunge, durch die Einführung der Republik wurde sie gänzlich aufgehoben. Auch in Peru hat man Republik gemacht, aber die Sklaverei hat man gelassen. Der Transport der schwarzen Waare ist zwar aufgehoben, aber die einmal vorhandenen werden fortgezüchtet wie nützliche Hausthiere. Aber Peru liegt unter den Tropen.

[26] Es wurde vor drei Jahren eine Tuchfabrik in Santjago etablirt, sie ist jetzt bereits wieder eingegangen.

[27] Jeder Gegenstand, der im Hafen von einem Schiffe auf das andere gebracht wird, muß verzollt werden, als sei er am Lande verkauft worden. Streifende Boote der Zollwacht führen scharfe Aufsicht.

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