[65] Oberstleutnant Pavel (vergl. unten S. 155) fand später in Dikoa den Kapitän Dangeville als französischen Residenten mit einem weissen Unteroffizier und 50 Spahis vor.

[66] Vergl. oben S. 14.

[67] Neuerdings sind seitens der englischen und der französischen Regierung Kommissare ernannt, welche auf Grund dieses Vertrages die Nordgrenze zwischen Britisch-Nigeria und den anstossenden französischen Besitzungen zu regulieren beauftragt sind.

[68] Infolge dieser Vorgänge ist eine weitere Kompagnie Tirailleurs aus dem südlichen französischen Kongogebiet nach Fort Lamy zur Verstärkung entsandt worden.

[69] Vergl. oben S. 66.

[70] Während der Drucklegung (im September 1902) trifft die Nachricht ein, dass der Schech es Senussi in Goru gestorben ist.

XI. Das deutsche Tschadseegebiet.

Das Hinterland unserer Kamerun-Kolonie im Norden des Benue bildet ein Dreieck, dessen obere Spitze durch den südlichen Rand des Tschadsees abgestumpft wird. Etwa in der Mitte dieses Gebietes ziehen sich die Mandaraberge hin, in deren Norden eine grosse Ebene südlich des Tschadsees liegt. Diese Ebene gehört zu den fruchtbarsten Gebieten Inner-Afrikas. Von zahlreichen Wasserläufen durchzogen trägt sie alle Arten tropischer Gewächse in üppigster Form. Sie ist verhältnismässig sehr dicht bewohnt und beherbergt zahlloses Wild. Die Mandara-Berge sind zum Teil mit hohem Buschwerk und grossen Bäumen bestanden. Aller Wahrscheinlichkeit nach müssen sich hier reiche Mineralschätze befinden, die Eingeborenen sprechen sogar von Gold. Die Landschaft im Süden der Berge, die ihre Abwässer bereits zum Benue herabschickt, ist gleichfalls sehr fruchtbar.

Von eingeborenen Fürsten kommen in dem deutschen Tschadseegebiete die folgenden in erster Linie in Betracht: Der angestammte Herr von Bornu und die Schechs der Araberstämme im Süden des Tschadsees sowie des Städtebezirks am westlichen Schari-Ufer, der Fürst von Mandara, die Tributärfürsten des Emir von Adamaua und der Herr von Yola selbst.